Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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in Eschwege, auf der Boyneburg und in Cassel frohe Stun- den verlebt. Möglichstes Vermeiden alkoholischer Getränke und selbständiges Kochen einfacher Mahlzeiten bildeten einen großen Reiz dieser Fahrten, die bei tüchtigem Wandern die Schönheiten der Heimat kennen lehrten und die Körper kräf- tigten und stählten.

Das letztere Ziel hat ganz besonders ins Auge gefaßt, der Schülerturnverein, der am 2. April 1909 bereits sein 10jähriges Stiftungsfest im größeren Kreise feiern konnte. Allen Damen und Herren, die der schönen Feier die Ehre ihrer Anwesenheit schenkten, sei der verbindlichste Dank aus- gesprochen. Was der Turnverein gewollt und angestrebt hat, das wurde in einem Liedchen ausgedrückt, das dem Verein zu seinem Jubelfeste gewidmet wurde. Wir lassen es hier folgen, in der Hoffnung, daß vielleicht auch andere Vereine davon Gebrauch machen.

Sind wir vereint in stolzer Runde, Ein junger deutscher Turnverein, Bekennen wir mit frohem Munde Das Ziel, den Zweck von unserm Sein. Denn wir sind da zu ernstem Streben: Wir wollen kräftigen den Leib,

Daß immerdar in unserm Leben Gewandt und tüchtig er verbleib.

Harmonisch woll'n wir ihn gestalten Zum treuen Diener unserm Geist, Damit er Kräfte kann entfalten,

Wenn es'mal tüchtig schaffen heißt. Auch Geist und Willen auszubilden Ist unser eifriges Bemühn,

Denn wohl zu jedem großen Bilden Kann uns nur Mut und Willen ziehn.

Ist nun geweckt in Leib und Seele Gewandtheit, Wille, Kraft und Mut, So fügen wir, damit nichts fehle, Dazu noch ein unschätzbar Gut: