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wacker bemüht in Abendunterhaltungen etwas Tüchtiges zu leisten, deren Reinertrag diesem Fonds zugeführt wurde. In dankenswerter Weise haben gelegentlich Väter von unseren Schülern, namentlich nach glücklich verlaufener Reifeprüfung, z. T. ansehnliche Stiftungen gemacht, im März 1904 hat der Kultusminister uns für diesen Zweck gütigst 500 Mk. über- wiesen. So ist das Vermögen jetzt auf 2030 Mk. angewach- sen, sodaß wir planen, im Frühjahr dieses Jahres ein Ruder— bootshaus, das zugleich anderem Sport dienen soll, und 4 sogenannte Canoes anzuschaffen, um auch den gesunden, kräftigenden Wassersport betreiben zu können. Wir hoffen, durch vernünftiges Radeln, Rodeln, Rudern, Baden, Tennis—- spielen und dergl. der weit verbreiteten Nervosität und ande- ren Schulkrankheiten vorbeugen zu können.
Auf zwei Wegen haben unsere Schüler schon sich be- müht ihren Körper abzuhärten und zu kräftigen. Vor einigen Jahren wurde auch hier eine Gruppe des Wandervogels begründet, wofür an dieser Stelle den beteiligten Studieren- den gedankt sein soll. Da aber nach„guter“ deutscher Sitte auch in diese heilsame Bewegung Zwiespalt kam, sodaß sich zwei Richtungen ausbildeten, und da tüchtige Schüler unserer Anstalt zu guten Führern herangezogen waren, kam man bald überein, daß der Wandervogel ausschließlich an unserer Anstalt unter eigener Führung weiter betrieben wer- den sollte. Dies hat sich vortrefflich bewährt. Vom Januar bis Oktober 1909 sind 14 Fahrten in die nähere und weitere Umgebung allein von Oberrealschülern ausgeführt worden, die alle zur höchsten Befriedigung verlaufen sind. Hier seien nur die größeren Ferienfahrten erwähnt: im April an den Rhein, 6 Tage lang mit 10.50 Mk. Kosten für die Person, im Juni in die Rhön, 6 Tage lang mit 9.— Mk. Kosten, im Juli und August in das sogenannte Hinterland je 3 Tage und zu Anfang Oktober nach Niederhessen, 6 Tage lang mit 5.30 Mk. Kosten. Hier wurden mit fremden Wandervögeln


