Aufsatz 
Montesquieus Theorie vom Ursprung des Rechts / von Kurt Glaser
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Folge des den Menschen eigenen Bildungstriebes er- geben müsse, schließt Montesquieu seine Bemerkungen über diesen Gegenstand ab, um sich im folgenden (dritten) Kapitel dem eigentlichen Thema seines Werkes, den positiven Gesetzen, zuzuwenden.

Werk vom Geist der Gesetze, Altenburg J. S. 27):außer der Empfindung, welche die Menschen gleich Anfangs haben... und Fortmann(Der Geist der Gesetze von Montesquieu... übersetzt. Leipzig 1891) S. 5:Außser der Empfindung, welche die Menschen anfänglich besitzen..., ebenso irreführend ist Hauswald(Der Geist der Gesetze. Aus dem Französischen des Herrn von Montesquieu neu übersetzt. GCörlitz 1804) I. S. 8:Zu den Trieben, welche dem Menschen angeboren werden... Von einer dem Menschen angeborenen Empfindung ist in dem Gedankengang Montesquieus keine Rede. Die Worte outre lesentiment que les hommes ont d' abord sind vielmehr eine fast wörtliche Wiederaufnahme des Satzesun homme pareil ne sentiroit d'abord que sa foiblesse I. 2, S. 94(vgl. ferner:au sentiment de sa foiblesse l'homme joindroit le sentiment de ses besoins etc., ib. S. 95), in welchem Montesquieu das Gefühl der natürlichen Schwäche als das in der menschlichen Natur zuerst und von Anfang an vor handenesentiment klar und deutlich hinstellt. Den Gedanken, daß das Gefühl der natürlichen Schwäche den ersten Anlaß für die Vereinigung der Menschen zu geordneter Gemeinschaft gebildet habe(S. o.), setzen die folgenden Worte(.... ils parviennent encore à avoir des connoissances; ainsi ils ont un second lien que les autres animaux n'ont pas. Ils ont donc un nouveau motif de s' unir) in der Weise fort, daß sie zu diesem ersten Anlaß des Zusammenlebens unter den Menschen als zweite Ursache(second lien...nouveau motif) die den Menschen vom Tiere unterscheidende Erwerbung von Kenntnissen hinzufügen.