Aufsatz 
50 Jahrfeier der Oberrealschule zu Grünberg i. H. : 22.-24. Mai 1926 ; Gedenkblätter / von W. Angelberger
Entstehung
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1892 am Königlichen Wilhelmsgymnasium zu Königsberg und das Probejahr am Städtischen Kneip- höfischen Gymnasium daselbst ab. Nach einjährigem Aufenthalt in Frankreich und der französischen Schweiz war er als wissenschaftlicher Hilfslehrer am Progymnasium mit Realschule zu Solingen tätig. Im Januar 1895 bestand er ein Examen pro fac. doc. im Französischen. Ostern 1895 wurde er Oberlehrer in Solingen. Von Ostern 1897 bis Herbst 1901 war er Oberlehrer am Reformrealgymnasium mit Realschule zu Barmen, vom Herbst 1901 bis Herbst 1906 Oberlehrer am Reformrealgymnasium mit Realschule zu Kiel.

Üritz Wagner, geboren am 27. Oktober 1878 zu Rheydt in der Rheinprovinz, besuchte das Gymnasium zu Düsseldorf und studierte von Ostern 1898 bis Ostern 1903 an den Universitäten zu Bonn, Berlin und Marburg germanische und romanische Philologie und Geschichte. Am 30. Oktober 1903 bestand er in Marburg die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Im August und September 1903 iibernahm er eine Vertretung am Gymmasium in Corbach und wurde vom 1. Oktober 1903 ab dem Königlichen Seminar in Cassel und zur praktischen Ausbildung der dortigen Oberrealschule iiberwiesen. Wührend der zweiten Hülfte des Seminarjahres war er an der Oberrealschule in Barmen tätig. Am 1. Oktober 1904 bpekleidete er die Oberlehrerstelle an der Deutschen Real- und Höheren Töchterschule in Genua, an der er zugleich mit Genehmigung des Herrn Ministers das Probejahr ableistete. Am 1. Oktober 1906 trat er in das Lehrerkollegium der hiesigen Oberrealschule mit Reform-Realgymnasium i. E. als wissenschaftlicher Hilfslehrer ein.

Den Oberlehrern Escher, Dr. Kitze und Pagenstecher wurde von dem Herrn Minister der geistlichen u. s. w. Angelegenheiten der Charakter als Professor verliehen. Lehrer Feldhausen erhielt den Königlichen Kronenorden IV. Kl.

Aulser Herrn Prof. Deubner muſsten wegen Krankheit folgende Herren den Unterricht aussetzen: Prof. Usener 8 Tage und 2 Stunden; Oberlehrer Schneider 43, die Oberlehrer Tiedemann und Dr. Weimer je 7, Zeichenlehrer Gut 12 und Vorschullehrer Hill(wegen Scharlachkrankheit in seiner Familie) 16 Tage. 7 weitere Herren konnten wegen Krankseins nur 1 bis 2 Tage oder nur einzelne Stunden nicht zur Schule kommen.

Es waren beurlaubt die Herren Prof. Dr. Diehl 2 Tage(zur Verlängerung seines Ferienaufenthaltes in Paris) und 1 Tag(wegen eines Trauerfalles), Prof. Escher 2 Tage und 1 Stunde(Trauerfall), die Oberlehrer Schneider 1 Tag und 2 Stunden(Trauerfall), Dr. Weimer 1 Tag(wegen eines kranken Kindes), Köstler 6 Tage(besuchte die Ver- sammlung der Naturforscher in Stuttgart) und l Tag(in persönlicher Angelegenheit), die Vorschullehrer Wedesweiler 1 Tag(wegen Krankheit in der Familie), Hill 8 Tage(wegen Krankheit in der Familie), Jaeger 1 Tag(als Vertreter zur Gen.-Versammlung der Adolf- stiftung). 4 weitere Herren waren(in persönlichen Angelegenheiten) 1 bis 2 Stunden beurlaubt.

Am 13. Juli 1906 starb der Schüler der Sexta B August Dietz.

Wegen der Hitze fiel der Unterricht von 12 Uhr an aus am 28. Juni, 16. Juli, 14. August, 4. und 5. September, des Eislaufs wegen am 20. Dezember 1906. Wegen der Reichstagswahl wurde der Unterricht am 25. Januar und 5. Februar(Tag der Stichwahl) ausgesetzt.

Am 31. Oktober 1906 wohnte Herr Provinzial-Schulrat Dr. Kaiser in Quarta B dem französischen und in Oberprima dem deutschen Unterricht bei.

Die regelmälsige Reifeprüfung zu Ostern, zu der sich die 18 Schüler der Oberprima gemeldet hatten, wurde unter dem Vorsitze des Direktors als Königlichen Kommissars abge- halten. Ein Schüler wurde von der ferneren Teilnahme an der Prüfung zurückgewiesen. Die 17 übrigen Schüler bestanden die Prüfung. Von diesen wurden 5 von der mündlichen Prüfung befreit.

(Uber die persönlichen Verhältnisse der Abiturienten gibt das nachstehende Verzeichnis

unter IVc Aufschluſs.)