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Anordnung flüchtig am Geiste vorübergleiten und machen auch von der Seite den kunstvollen Aufbau der Gesamthandlung anschaulich.
Wir halten es nicht für wünschenswert, bei dem Abschnitt länger zu verweilen. Nur an einem Punkte darf man unmöglich vorübergehen, an der Ahnlichkeit mit der Meisterschuſs- scene im Tell. Die Beziehungen zur modernen Literatur müssen sorgfältig hervorgekehrt werden.
Was auf den Bogenwettkampf, soweit wir ihn behandelt haben, folgt, würde nach unserer Meinung von den Schülern zu erzählen sein; erst die Erkennungsscene wäre wieder eingehend zu besprechen.
Es erübrigt, den Herren zu danken, welche die vorliegende Arbeit mit Rat oder That gefördert haben. Auſser den Herren Direktoren und Kollegen, die mir meine Anfragen in überaus entgegenkommender Weise beantworteten, bin ich besonders Herrn Direktor Homburg verpfiichtet, auf dessen Anregung die Abhandlung zurückzuführen, dessen Urteil aber auch in Einzel- heiten maſsgebend gewesen ist. Herr Professor Weiſsenborn in Mühlhausen, der die bei Teubner erschienenen Schulausgaben der Vossischen Übersetzung besorgt hat, war so liebenswürdig, mir seine Ansicht über die Behandlung der Epen auf Realanstalten in einem längeren Briefe mitzuteilen; es ist mir dies um so wertvoller gewesen, als es an Mitteilungen über diesen Gegenstand noch so sehr fehlt. Herr Dr. v. Spindler widmete sich mir bereitwilligst bei Durchsicht der Druckbogen. Allen den Herren bin ich für ihre Teilnahme sehr verbunden.— Möchte die kleine Arbeit mit gleichem Wohlwollen aufgenommen werden, als ihr während des Entstehens zu teil geworden ist!


