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Den Abschluß bildete am folgenden Tage, Samstag den 28. September, von 3 Uhr nach- mittags an ein zwangloses Zusammensein in Wilhelmsbad, wobei nun auch die Schüler der unteren Klassen bei Schokolade und Kuchen, die in reichlichem Maße und vorzüglicher Beschaffenheit ihnen zu Gebote standen, zu ihrem Rechte kamen. Lange weilte man bei herrlichem Herbstsonnenschein unter den hohen Bänmen des alten Kurortes. Durch die Klänge der Ulanenmusik wurde der Nachmittag verschönt. Viele alten Freunde konnten hier erst noch in aller Ruhe zu behaglicher Aussprache kommen. Ein Tänzchen der Jugend in den Sälen des Kurhauses bildete auch hier den Schluß.
Die Feier wird allen Teilnehmern sicher in schöner Erinnerung bleiben.
Mögen die Wünsche, die der Anstalt bei dieser Gelegenheit dargebracht sind, in reichem Mabe in Erfüllung gehen!
Altersgrau und unscheinbar ragen ihre Mauern empor, die Zeugen längst entschwundener Zeit. Aber fest und kerzengerade sind sie gegründet und werden sicher noch lange Jahrhunderte der Vergänglichkeit trotzen, wenn nicht die unruhige Hand des Menschen sie früherem Verderben weiht. Möge, ob nun die Anstalt in ihrem jetzigen oder dermaleinst in einem neuen, geräumigeren Bau ihr Dasein weiter führt, so fest wie diese Mauern jetzt stehen, in der Anstalt stets weiter bestehen die wahre, echte Gottesfurcht, die Treue gegen das Vaterland und die Liebe zu den Wissenschaften! Möge sie immer auch sein und pleiben eine Pflegerin der klassischen Altertumswissenschaften, eine Hüterin hellenischen Geistes!
Das walte Gott
Nachträgliche Berichtigungen zu dem Verzeichnis der Lehrer und Abiturienten.
Zu A. 4. Eichenberg, Nik., beauftr. von Januar 1856(nicht 1850). „ B. 154. Diehls, Heinr.(nicht Diels).
„ B. 158. Puchelt, Oskar, Mannheim(nicht Eberbach a. N.).
„ B. 444. Kittsteiner, Karl, stud. med.(nicht math.).


