Aufsatz 
Rückschau auf die fünfundzwanzigjährige Geschichte des Casseler Realgymnasiums / vom Direktor Wilhelm Wittich
Entstehung
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24. Stange, Friedrich, geb. am 19. Juli 1841 zu Rotenburg a. d. Fulda, wurde 1858 bis 1861 im Seminar zu Homberg zum Lehrer gebildet, wirkte zunächst als Lehrer am Waisenhause zu Hanau und an Privat-Instituten zu Fränkfurt a. M. und wurde im Januar 1866 als solcher an der neugegründeten R. zu Carlshafen angestellt. In der Absicht die Befähigung als wissensch. Lehrer an einer höh. Schule zu erlangen bezog er O. 1868 die Universität Marburg, wo er bis O. 18690 mathematische, naturwissen- schaftliche und philosophische Studien betrieb. Hierauf wurde er Lehrer an der dahier gegründeten höheren Töchterschule, erwarb sich im Laufe des Jahres 1869 die facultas docendi und ging Mich. 1871 als ord. Lehrer an die hiesige R. I. O. über. Im August 1879 wurde er Oberlehrer; durch Patent v. 27. März 1893 wurde ihm der Charakter Professor und durch Allerhöchste Ordre vom 10. Apri 1893 der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.

25. Boppenhausen, Johann Konrad, geb. d. 6. April 1824 zu Cassel, besuchte die Seminar- schule, lernte als Schriftsetzer und war als solcher zunächst in Frankfurt thätig. Hier wendete er sich dem Turnwesen zu, dem er auch in Cassel nach seiner Rückkehr als Vorstandsmitglied des neugegründeten Turnvereins eifrig oblag; er leitete daselbst das Turnen bis zur Auflösung des Vereins im Jahre 1850 durch das Ministerium Hassenpflug. Am 22. Mai 1856 wurde ihm durch die Kurfürstliche Stadtschul- Commission die Leitung des Turnunterrichts an der R. und den beiden Knabenbürgerschulen übertragen. Im Mäarz 1868 bestand er in der Central-Turnanstalt in Berlin die Prüfung als Turnlehrer. Am 14. Au- gust 1871 wurde er mit der Erteilung von vier Turnstunden an der R. I. O. beauftragt; ausserdem war er Dirigent des städtischen Schulturnens. Er war Stellvertreter des Major-Commandanten des Feuerlösch- corps und Hauptmann der freiwilligen Turner-Feuerwehr, Inhaber der Kriegsdenkmünze von Stahl am Nichtkombattantenbande von 1870/71, Ritter des Kronenordens IV. Kl. mit dem Genfer Kreuz. Am

1. April 1889 trat er in den Ruhestand und starb am 23. März 1891.

Er war Mitarbeiter des von Preimes Erben herausgegebenen Adressbuchs.

26. Spangenberg, Johannes, geb. den 12. Nov. 1823 zu Istha bei Wolfhagen, besuchte 1840 bis 1843 das Seminar in Homberg. Er war dann 2 Jahre Seminar-Stipendiat daselbst, 4 Jahre Lehrer in Veckerhagen, 12 Jahre in Vaake und 8 Jahre an der hiesigen Freischule. Im Okt. 1871 wurde er als Elementarlehrer an der R. I. O. hierselbst angestellt und ist als solcher am R. G. jetzt noch thätig.

27. Jürgens, Johann Konrad, geb. am 6. Jan. 1844 zu Blickershausen bei Witzenhausen, besuchte das Seminar in Homberg von 1861 bis 1864. Er war dann 1 Jahr lang Seminarstipendiat und und von 1865 bis 1868 Lehrer der Seminarfreischule zu Homberg. Im Winter 1867/68 erwarb er sich durch Teilnahme am Unterricht in der Königl. Central-Turnanstalt zu Berlin die Befähigung zur Erteilung des Turnunterrichts und wirkte von 1868 71 als Elementar- und Turnlehrer in Hersfeld, seit Okt. 1871 in gleicher Eigenschaft an der R. I. O., dem jetzigen R. G., zu Cassel.

27. Schwarz, Otto Paul, geb. d. 90. März 1848 zu Zierenberg, besuchte die höh. Gewerbeschule zu Cassel und studierte in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Der R. I. O. zu Cassel im März 1870 zur Ableistung des Probejahrs überwiesen, musste er dies bei Ausbruch des Krieges gegen Frankreich unterbrechen. Er nahm teil an den Schlachten von Weissenburg, Wörth und Sedan, an der Beschiessung von Pfalzburg und der Belagerung von Paris. Nach seiner Rückkehr vollendete er sein Probejahr bis Mich. 1871, wurde darauf Hilfslehrer und Juli 1876 ord. Lehrer. Er erkrankte nach Ostern 1880 an unheilbarem Gehirnleiden und starb am 18. Dec. 1881. Er war Inhaber der Kriegsdenkmünze von 1870/71 am Combattantenbande.

29. Krauth, August, geb. am 27. Nov. 1839 zu Kirdorf bei Homburg v. d. H., besuchte das Grossh. G. zu Mainz und bezog 1861 die Universität Giessen, um Philologie zu studieren. Hierauf längere Zeit als Lehrer thätig an der später zur R. erweiterten Lehranstalt des Prof. Göpel in Homburg, unterzog er sich im Sommer 1869 zu Marburg dem Examen pro ſacultate docendi. Darauf wurde er