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logie, bestand d. 1I. Juni 1863 die erste theolog. Prüfung, im Herbst das Tentamen, am 29. Juli 1864 die Fakultätsprüfung für alte Philologie und Geschichte und erwarb am 24. Dec. 1864 den Doktorgrad. Von H. 1864 an versah er als Probekandidat zugleich eine ord. Lehrerstelle an der R. I. O. zu Aschers- leben, wo er im Febr. 1866 als ord. Lehrer angestellt wurde. Zum I. Juli 1869 für die 3. Lehrerstelle der R. I. O. zu Cassel erwählt, nahm er, da die Casseler Schule noch nicht eröffnet werden konnte, 1⁰½¼ Jahr Urlaub zur Versehung einer Stelle in Aschersleben und trat für das Winterhalbjahr in Cassel an der lateinlosen Realschule in Thätigkeit. Am 9. Novbr. 1874 wurde er Oberlehrer, am 20. April 1883 als Direktor bestätigt. Inhaber der Kriegsdenkmünze von Stahl am Nichtkombattantenbande von 1870/71.
Er schrieb: De persona Lycophronis ab Hyperide defensi(Doktordissertation). Bearbeitung der 14. Auflage des Heyseschen Fremdwörterbuchs, gemeinschaftlich mit Prof. Gustav Heyse. Kurz gefasstes Lehrbuch des Lateinischen, 4 Teile. Zu Göthes Tasso(Jahresber. 1886). Zu Sophokles' König Odipus und Schillers Braut von Messina Cahresber. 1887). Uber Euripides' Iphigenie unter den Tauriern und Göthes Iphigenie auf Tauris ahresber. 1888). Inhaltsangabe
von Tassos Befreitem Jerusalem(ahresber. 1890). Einleitung und Kapitelübersichten zu einer Schulausgabe von Sallusts Catilina Cahresber. 1891). Géthes Tasso, für den Schulgebrauch erklärt, in der Sammlung von Ferd. Schöningh.
5. Vogt, Karl Ernst Johann Theodor, geb. zu Cassel d. 17. Nov. 1839, studierte von O. 1857 bis 1862 Theol. und Philol. zu Halle, Marburg und Tübingen, bestand die theologische Fakultaätsprüfung, das Tentamen und die Rektoratsprüfung und war 1862— 1864 Rektor der Stadtschule zu Kronenberg in der Rheinprovinz, dann 1864— 1866 Privatlehrer an der Kösterschen Töchterschule in Cassel, 1866— 1868 ord. Lehrer an der H. B., Mich. 1868— O. 1869 Studien halber in Paris, wurde Ostern 1869 ord. Lehrer an der R. I. O. zu Cassel. H. 1871 wurde er Rektor der H. B. in Biedenkopf, H. 1878 Direktor der Friedrich-Wilhelms-Realschule in Eschwege, woselbst er am 0. Juni 1885 von langem schweren Leiden durch den Tod erlöst wurde.
6. Dr. Hornstein, Ferdinand Friedrich, geb. d. 3. Juni 1834 zu Cassel, studierte 1856 bis 1859 zu Marburg Mathematik und Naturwissenschaften, war 1850— 1861 Lehrer an der Scheib-Gei- sowschen Erziehungsanstalt zu Frankfurt a. M., 1861— 1869 an der israelit. R. daselbst, von wo er Ostern 1860 als ord. Lehrer an die hiesige R. I. O. berufen wurde; 1864 wurde derselbe zum Oberlehrer und im März 1800 zum Professor ernannt; O. 1803 erhielt er den Rang der Räte IV. Kl.
Er schrieb:»Die Basaltaltgesteine der unteren Mainebene«(Doktordissertation, abgedruckt in der Zeitschr. der deutschen geolog. Gesellsch.). Ausser kleineren naturwissensch. Aufsätzen veröffentlichte er:»Kleines Lehrbuch der Mineralogie«, 1872, jetzt 5. Auflage in Bearbeitung; ferner:»Ein kleiner Beitrag für die Feier vaterländischer Gedenktage« 1891, enthaltend Gedichte und kleine Festspiele, sowie»Helgoland«, Rede, gehalten 1877 zur Feier des Geburtstages seiner Majestät des Kaisers Wilhelm I.(Beilage zum Jahresber. 1891).
7. Dr. Hölting, Louis Karl, geb. d. 4. Jan. 1844 zu Cassel, studierte 1862— 1866 in Göttingen und Marburg Geschichte, alte und neuere Sprachen, prakticierte am G. zu Cassel, wurde 1867 als ord. Lehrer an die R. in Marburg berufen, ging von da Studien halber nach Paris und wurde O. 1860 als beauftr. Lehrer an der R. I. O. in Cassel angestellt; 1879 wurde er Oberl., starb d. 24. Febr. 1886. Inhaber der Kriegsdenkmünze von Stahl am Nichtcoombattantenbande von 1870/71.
Er schrieb: Frankreich und seine Bevölkerung(Beil. zum Jahresber. 1869). Aufsätze über altfranzösische Litteratur, in Herrigs Archiv, 1870 und 1873. Le Légat de la Vache à Colas de Ledege, 1872.
8. Zwirnmann, Robert, geboren am 17. Dez. 1830 zu Schleusingen, studierte 1858— 1861 zu Halle Philologie, war dann Hauslehrer zu Gross-Apenburg in der Altmark, Probekand. am G. zu Stendal, Hilfslehrer am G. zu Prenzlau, der Dorotheenstädtischen R. S. zu Berlin, dem G. zu Guben, dem G. zu Krotoschin, dem G. zu Brieg und kam O. 1869 als beauftr. Lehrer an die R. 1. O. zu Cassel. Im Jahre 1870 wurde er zum ord. Lehrer, 1883 zum Oberlehrer, 1893 zum Professor ernannt, und zwar mit dem Rang der Räte IV. Kl.
Er schrieb: Carmina quaedam Schilleri latine reddidit R. Zw.(Beil. zum Jahresber. 1871). Proben einer UÜber- setzung von Caesars gallischem Krieg(Beil. zum Jahresber. 1878). Ubersetzung von Caesars gallischem Krieg, 1881. Ubersetzung von Caesars Bürgerkrieg, 1882. Ubersetzung von Cornelius Nepos, 1882.


