Aufsatz 
I. Einleitung und Kapitelüberschriften zu einer Schulausgabe von Sallusts Catilina / von Wilhelm Wittich
Entstehung
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arm an Menschengrösse ist, wie die früheren Jahrhunderte der Geschichte Roms reich daran waren, denn nur seinen bedeutenden Männern alter Zeit verdankt Rom seine Grösse.

54. Einander gleich an edler Abkunft, Lebensalter, Redegabe, Seelengrösse, suchten beide Männer ihren Ruhm auf verschiedenem Wege, Cäsar durch Eutgegenkommen jeglicher Art, Cato durch strengste Pflichterfüllung.

55. Entsprechend dem Senatsbeschluss werden Lentulus, Cethegus, Statilius, Gabinius, Caeparius in den Kerker geführt und in einem unterirdischen Raum desselben, dem Tullianum, noch in derselben Nacht erdrosselt.

56. Catilina teilt sein Heer, ursprünglich nur 2000 Mann, in 2 Legionen, die nach und nach vollzählig werden, aber nur etwa zum vierten Teil regelrecht bewaffnet sind. Als der Konsul mit seinem Heere kommt, weicht er diesem durch Hin- und Herzüge, bald nach Süden, bald nach Norden, aus, um weitere Verstärkungen an sich zu ziehen und Erfolge in Rom abzuwarten. Sklavenhorden, die sich ihm anschliessen wollen, weist er ab, um seinem Unternehmen den Charakter eines Schutzes der geknechteten Bürger gegenüber ihren Unterdrückern zu wahren.

57. Als auf die Kunde von den Vorgängen in Rom(atilinas Reihen anfangen sich zu lichten, zieht er in die Gegend von Pistoria, um über das Gebirge nach Gallien zu entkommen. Aber hier verlegt ihm Q. Metellus Celer den Weg, und Antonius ist ihm auf den Fersen. Da beschliesst Catilina zu kämpfen..

58. Catilina hält eine Ansprache an seine Krieger: Worte können den Mut nicht erhöhen; ich rede, um euch meinen Entschluss kundzuthun. Des Lentulus Unthätigkeit zwang uns bisher in Italien zu bleiben; jetzt hindern uns zwei feindliche Heere am Abzug, während das Bleiben durch Mangel an Lebensmitteln unmöglich gemacht wird. Wir müssen kämpfen. Beim Sieg ist alles zu gewinnen, und wir können siegen. Ist uns das Glück nicht günstig, so sollen die Feinde den Sieg wenigstens teuer genug erkaufen.

59. Catilina stellt sein Heer in einer Zwischen Bergen elogenen Ebene auf, die Kriegs- tüchtigsten vorn hin. Manlius befehligt den einen, ein Mann aus Fäsulä den anderen Flügel, er selbst steht mit Freigelassenen und Trossknechten beim Adler. Auf feindlicher Seite steht Petrejus an Stelle des fusskranken Antonius an der Spitze; er hält eine kurze Ansprache, die jeden mit Mut erfüllt.

60. Der Kampf beginnt. Nur mit dem Schwert wird gefochten. Catilina bewährt sich als ebenso mutigen Krieger wie tüchtigen Feldherrn. Petrejus muss durch persönliches Eingreifen mit seinen Kerntruppen den Kampf zur Entscheidung bringen. Catilinas Unterfeldherren, schliesslich er selbst fallen nach tapferstem Kampfe.

61. Fast alle Catilinarier deckten den Boden da, wo sie ursprünglich hingestellt waren, die im Mitteltreffen etwas zur Seite, aber sämtlich mit Wunden auf der Brust, Catilina weit vorn unter Haufen erschlagener Feinde. Kein Freigeborener liess sich gefangen nehmen. Auch das konsularische Heer hatte grosse Verluste. Mancher hatte auch unter den gefallenen Catilinariern den Hingang naher Verwandten zu beklagen.