Aufsatz 
Der römische Grenzwall bei Hanau mit den Kastellen zu Rückingen und Marköbel / von Georg Wolff und Otto Dahm
Entstehung
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wir von Herrn Postverwalter Altvater als Geschenk für das Museum einen im Januar dieses Jahres in seinem Garten, nördlich dem Steinschen, also in der Praetentura des Kastells ge- fundenen Denar des Vespasian.

Die Thongefässe waren, mit Ausnahme einer in zwei Stücken fast ganz erhaltenen Sigillata- schale mit Figuren und dem Stempel COMITIALIS(verkehrt), die sich in den Trümmern des Heizraums des Ziegelofens fand, sämtlich zertrümmert. An Stempeln fanden sich ausser dem ge- nannten noch folgende: APERF, ILLVSF, LVCIVSF, MARTIALFE(mit ligiertem TD, MEDD- (ICVS), mit keltisch durchstrichenem D, SABINGVS),(S)OLLEMNI, SI. O und zwei nicht zu ent- Ziffernde Fragmente.

Noch unbedeutender waren die eingeritzten Inschriften, von welchen nur eine den Namen victor erkennen lässt.

Aus früherer Zeit sind ausser der oben erwähnten Münze nur zwei Fundstücke erhalten, die disher mit jener die einzigen bekannten Zeugen des römischen Ursprungs von Marköbel waren. Es sind dies eine hübsche kleine Reibschale, die ich bei der Begehung des Pfahlgrabens im Jahre 1881 für das Vereinsmuseum ankaufte, und eine Bronzestatuette des Merkur, die vor Jahren auf derkleinen Burg gefunden wurde und gegenwärtig sich im Besitz des Herrn Oberamtmann Schuppius zu Rüdigheim bei Marköbel befindet. ¹)

¹) Vgl. v. Cohausen a. a. 0 S. 51.