Juden, so Fifelin, Minnemann, die Jüdin Fromut und Fyfel- mann.
Schließlich wird noch der Kleine Affe(oder bloß Affe) erwähnt, in ihm saßen Joseph(1340) und Simon(1347).
Fassen wir all diese topographischen Angaben zusammen, so kommen wir zu folgendem Ergebnis: Es wohnte ein Teil der Juden in der heutigen Saalgasse, und zwar von ihrem östlichen Teile vom Hause Katzenellnbogen, Saalgasse Nr. 5 bis über den Weckmarkt nach der Fahrgasse. Doch auch der westliche Teil der Saalgasse, der nach dem dort befindlichen Heiligengeistspital„Heilige Geist- gasse“ hieß, war von Juden bewohnt. Somit konnte der Kanonikus Baldemar von Peterweil vom Bartholomäusstift, der in der zweiten Hälfte des XIV. Jahrhunderts lebtei), in seiner Beschreibung der zu seiner Zeit in Frankfurt vorhandenen Straßen, von einer Juden- gasse(vicus judeorum) sprechen, die sich von der Schmied-(älterer Name für Fahr-) gasse und der südöstlichen Ecke des Bartholo- mäusfriedhofes bis zum heiligen Geistspital erstrecke²). Mehr ver- einzelt saßen Juden im östlichen Teil der Parallelstraßen zur Saal- gasse und des heutigen Weckmarktes, doch befanden sich gerade hier die wichtigsten Gemeindehäusers).
Nicht weniger als drei Quergäßchen(transitus) verbanden das nördliche und das südliche Judenquartier, also die Saalgasse mit ihrer östlichen und die Fischergasse mit ihrer westlichen Fort- setzung: das Samuelsgäßchen¹) im äußersten Osten*) zwischen dem Kaufhaus(jetzt Ostflügel des Stadtarchivs) und dem Loherhof, der dem heutigen Roseneck gegenüber lag; das Gumprechtsgäßchen), westlich davon und östlich vom Leinwandhaus, die Storch(jetzt Schlachthaus)gasse*)(siehe den Ubersichtsplan). Nicht so sicher ist die Lage eines vierten Gäßchens, des Mosemannsgäßchens, das seinen Namen, ebenso wie das Samuels- und Gumprechtsgäßchen, von einem jüdischen Bewohner erhalten hats). Bei Baldemar findet
¹) Ober ihn H. von Nathusius, Baldemars von Peterweil Beschreibung von Frank- furt im Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, dritte Folge, Band V, S. 2.
²) S. 6: Unter antiqui opidi superioris partis vici principales: Judeorum a vico fabrorum et acie respiciente orientem et meridiem cemiterii ecclesie sancti Bartholomei ibidem, ad hospitale prenotatum(sc. sancti spiritus).
³) Siehe weiter unten.
4) Baldemar S. 15, Sanwals Gazze.
5⁵) Bei Baldemar, S. 7, bezeichnet mit transsitus piscatorum et judeorum... ad portam meridionalem cemiterii ecclesie sancti Bartholomei.
6) Bei Baldemar, S. 15, Gumprachs Gazze, und S. 7: transitus orientalis ad portam meridionalem occidentalem ejusdem cemiterii.
7) Bei Baldemar, S. 15, Storgkis Gasse und S. 7 näher bezeichnet als transitus occidentalis ad aciem respicientem meridiem et occidentem cemiterii ejusdem.
³) Der Name Maseman(Moßemann) findet sich in unseren Quellen erst von 1346 ab.


