Aufsatz 
Zur Literatur Iohann Fischarts / zuerst wieder veröff. durch A. F. C. Vilmar
Entstehung
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ende der schlussrede des Flohatz finden sich sogar siebenzehn zeilen mit gleichem reim (schrecken: gecken u. s. w.) und zwar dort mit possierlicher wirkung angebracht. übri- gens enthalten auch die letzten worte geradezu einen anklang an den schluss der ersten hälfte des Flohatz, wo die mücke zum floh sagt: Hiemit mein Bruder ein gut Nacht, Dass dich der IHund heut wol verwacht.

Das zweite stück trägt zwar Fischarts namen nicht, wie das erste, an der stirn, inzwischen ist die autorschaft Fischarts keinem zweifel unterworfen, so wenig wie hin- sichtlich der kleinen reimstücke welche in Sebiz Feldbau eingefügt sind, in denen Fischart sich selbst auch niemals nennt, obgleich er einmal sich selbst(einige zeilen aus dem glückhaften schiff) citiert. es zeigt sich die eigentümlichkeit des fischartischen stiles in den wortspielen mit kater und xatrein, katzenrein(diess wort ist Fischart geläuſig: Garg. c. 6, überschr. u. a. st.) u. s. W., mehr noch des fischartschen verses auch in diesem stück sehr augenscheiulich, zumal in der verwendung tieftoniger silben zum versschluss, zum stumpfen sowol als klingenden(Landerich: Chilperich; Gonderich: vermessenlich; unterschaid: bos- hait; billichait: warhait; Baalei: Tirannei; auffrürisch: verfürisch), wodurch das derbe auf- schlagen der letzten silbe, mithin das eintönige klappen der reimverse, dieser böse und oft unausstehliche fehler der reimpaare des 16. Jh., meist sehr glücklich vermieden wird.

Die anspielung auf die deutsche heldensage, welche zunächst nur auf den Rosengarten des heldenbuchs gehen kann, die man aber beinahe versucht ist auf den untergang der Burgun- den zu beziehen, gehört zu den zahlreichen bei Fischart anzutreffenden beziehungen auf die vaterländische epik, welche zum grösten theil D. Heldens. no. 150 verzeichnet sind. Auch soust gilt Kriemhilt bei Fischart geradezu als bezeichnung eines bösen weibes, obgleich er die- sen namen Garg. 1582 Ma mit zu denKnebelbartsfressigen Namen, die von gethön vnd hall den leuten auszusprechen ein lust geben« rechnet: in der übersetzung der uxor εμρμ 2εινασρο des Eras- mus(Gespräch von klag des Ehstands, Ehezuchtb. 1578 04 u. W.) wird die Xanthippe des origi- nals durch Grimmhildin wiedergegeben, Enlalia aber durch Rosemunda, während Erasmus Albe- rus in seiner übersetzung desselben gesprächs die namen Barbara und Agatha gebraucht hatte.

Bei nur mässiger aufmerksamkeit musste Halling in seiner aufzählung der schriften Fischarts dieses büchlein wenigstens nennen; kurz vorher war es in einem werkchen, welches ein mit Fischart sich beschäftigender literator nicht bloss citieren, sondern lesen musste, genaunt worden: von Jacob Grimm in Meusebachs zur recension der deutschen Grammatik. 1826. S. 60. Uebrigens ist es mir bei ziemlich fleissiger durchmusterung der kataloge in sechzehn jahren doch nur einmal aufgestossen.

II. Catechiſmus, Chriſtliche vnterrichtung, oder Lehrtafel. Für die gemeine Pfarrherrn, Schulmeiſter, Haußvätter, Jugend vnd Lehrkinder zu Straßburg, vnd auch anderswo, ꝛc. An welchen 2