— 3—
ersten ausgaben des Gargantua(1575 u. 1582) und der Dämonomanie, die erste ausgabe des philosophischen ebezuchtbüchleins(1578) so wie die vier ersten ausgaben des Binen- korbs(1579, 1580, 1581, 1586) u. a. gedruckt sind. Ob die übersetzung des französi- schen originals von Fischart herrühre, und dieser mithin unter dem Emericus Lebusius verborgen liege, ist zweifelhaft. Zwar ist die orthographie derselben diejenige, welcher Fischart damals huldigte z. B. hilten, lise, pleiben, fast gänzliche vermeidung des sz, beinahe consequente(und in der that selten fehlerhafte) anwendung des ai für goth. äi, ahd. ei, wogegen ei nur für goth. ei, ahd. i verwandt wird u. dgl. auch lässt sich mit gutem grund anführen, dass Bernhard Jobin wol nur übersetzungen dieser art, nicht komische verarbeitungen, wie die Praktik und den Gargantua, meinen kann, wenn er 1578 von Fischart rühmt,»dass sein Vena vnd stylus des Teutschen vertirens inn achtung kommen«. da jedoch Fischart innerhalb des buches eine seiner gewöhnlichen pseudonymen bezeichnungen gebraucht, so ist es nicht allzu wahrscheinlich, dass er auf dem titel sich einen andern namen sollte gegeben haben. Indes spricht in meinen augen der stil der übersetzung, welcher freilich durchaus nichts elloposkleronisches an sich trägt, aber, weit entfernt von der breiten umständlichkeit und schleppenden haltung der meisten ähnlichen schriften jener zeit, concis und lebhaft ist, für Fischart als den urheber derselben in nicht geringem grade, so dass ich wenigstens annehmen möchte, Fischart sei bei dieser über- setzung etwa in der weise beteiligt gewesen, wie bei der übersetzung welche Melchior Sebiz 1579 in seinen»siben Bücher von dem Feldbau« veranstaltete.
Was in diesem buche entschieden von Fischart herrührt, besteht in zwei kleinen reimstücken, die, wie fast alles was Fischart in gebundener rede geschrieben hat, hinter seinen prosaischen darstellungen zurückbleiben, dennoch aber immer ihren wert haben, be— stünde derselbe auch nur in einer genaueren charakterisierung des dichters von der seite, welche wir bereits aus der einleitung und schlussrede zu den Eikones kennen und für welche das unter III mitzuteilende stück noch einige bestimtere züge angibt. es ist die gesinnung des mannes, welche aus diesen kleinen stücken unverhüllt und entschieden hervortritt, die gesinnung, für welche zunächst verständnis und anerkennung vorhanden
Binenkorb 1580 am schlusse: bei Ursino Gottgwin(und so auch die folgenden ausgaben), der Brotkorb 1590 auf dem Titel: Bei Ursino Gutwino(nur die erstere form ist im fischartschen Sinne echt: Jo = Jehovah, Gott); das Jesuiterhütlein: Getruckt zu Laufannen, Bei Gangwolf Suchnach,(welche worte noch niemals richtig wieder abgedruckt worden sind, denn die neueste ausgabe des büchleins beschliesst ihr fehlergewimmel wenigstens mit dei druckfehler Ganwolf). Auch auf antikatholische nicht von Fischart herrührende schriften dehnte Jobin diese elloposkleronische pseudonimität aus, z. b. hat das 1590 bei Jobin erschienene buch:„Newer Creutzgang“ auf dem titel: Huldrich Christ zu Got-
statt bey Bethauen. 1*


