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Ut igitur hujus actionis et nostre tradicionis norma rata et inconvulsa permaneat et a memoria posteritatis non excidat, hanc nostre testificationis Chartam proprie jussimus Imaginis impressione signari. Statuentes et sub anathematis comminatione prohibentes, ne aliqua cujuscunque nominis vel officii persona hanc infringere vel molestare presumat, sed semper maneant cuncta eorum, quibus data sunt, usibus profutura. Amen. 1
Ego Antonius Abbas Elevestadensis cognovidet sigillo signavi. Alii testes: Hardvicus Prepositus. Burchardus Prepositus. Gunterus Prepositus de Luppoldesberch. Giselbertus Prepositus. Rudingus Presbiter. Cunradus Diaconus. Sigefridus Comes. Sigebodo de Scowenburch. Dudo et frater ejus Gevehardus. Stephanus et Tidericus de Scardenberch. Gerlacus, Heidenricus, Cunradus Mar- scalci. Heroldus, item Cunradus filius Cunradi, et alii quam plures.
Actum Luppoldesberch ¹⁹), anno incarnationis Dominice MCXLIX, II Kal. Decembr. Epacta VIIII. Pontificatus vero Domini Heinrici nominis hujus Primi anno VIII. Regnante Cuonrado nominis hujus IIIo.“
Dieſer Urkunde zufolge war alſo im Jahre 1149 das Kloſter Wirberg bereits vorhanden und ſtand unter einem Propſte, neben welchem zugleich fratres regularem vitam professi angeführt werden. Erzbiſchof Heinrich(I) von Mainz beurkundet ſeine Stiftung als„nostris diebus“ geſchehen; er ſpricht von edlen Frauen, die, vom heiligen Geiſte getrieben, die Welt überwunden und nicht blos ſich, ſondern auch die befeſtigte Wohnung dem Dienſte Gottes geweiht haben; er nennt insbeſondere die edle Frau Immecha, Manegold's Wittwe, als eine ſolche, die ſich ſelbſt und ihr ganzes Beſitzthum dem Dienſte Gottes übergeben habe; er erläßt die von ihr früher dem Kloſter Ilbenſtadt für das Begräbniß ihres Gatten gemachte Stiftung von einem Pfunde jährlich dem Kloſter Wirberg und beſtätigt endlich die Uebergabe eines Gutes zu Buollenbach*) von Seiten des Kloſters Ilbenſtadt an das Kloſter zu Wirberg.
Die aus dieſer Urkunde gewonnenen Thatſachen ſcheinen nun freilich beim erſten Anblick mit dem, was die Legende ſagt, nicht ganz im Einklang zu ſtehen, laſſen ſich inzwiſchen der Hauptſache nach mit den Angaben in den Actis Sanctorum ganz wohl vereinigen. Unter den edlen Frauen, von denen das Diplom redet, kann füglich auch eine Tochter Manegold's mitbegriffen, Immecha aber als Mutter und eigentliche Beſitzerin allein aufgeführt worden ſein s). Otto von Kappenberg, wenn auch in der Urkunde nicht genannt, kann dennoch bei Gründung des Kloſters mit thätig geweſen ſein. Die dortige Angabe aber von der Burg Hagen, welche von Otto durch Feuer zerſtört worden ſei, läßt ſich gleichfalls kaum bezweifeln.
*) Es iſt das an der Weſer, der heſſiſchen Grenze nahe gelegene Benedictinerkloſter Lippoldsberg, von einem Mainzer Erzbiſchofe gegründet.
*) Das jetzige Bolnbach, am Fuße des Wirbergs.
*) Iſt die urkundlich unerwieſene Aurelia, was immerhin möglich wäre, eine bloße romantiſche Zuthat des Legendenſchreibers, ſo fällt damit auch die ohnehin aus der Luft gegriffene Behauptung Bernhard's(Marburger Beiträge St. III, S. 145): daß dieſelbe das Frauenkloſter zu Ilbenſtadt gegründet habe.


