Zur Geſchichte des Kloſters Wirberg.
Wer von Grünberg aus der nach Gießen führenden Landſtraße etwa eine gute halbe Stunde gefolgt iſt, der bemerkt rechts, da wo der Wald ſich öffnet und eine Ausſicht geſtattet, hen ungefähr eine Viertelſtunde abſeits liegenden Berge Line Kirche ſammt Kirchthurm, von 1 Gebäuden umgeben. Und nimmt ſich der Wanderer die Mühe, die Höhe dieſes Berges zu erſ um ſo findet er ſich durch die Ausſicht in ein anmuthiges Thal und durch eine überraſchende der ſih belohnt. Die im Thale liegenden Dörfer Göbelnrod, Bolnbach, Saßen mit Veitsberg, und 3 en⸗ ſtruth gehören zum Gebiete dieſer Kirche und bilden nebſt den weiter entlegenen Ortſchaften dr hardshain, Beltershain und Großlumda, ſowie Harbach auf der linken Seite der Landſtraße, 3 Pfarrei Wirberg. Die Pfarrgebäude befinden ſich bei der Kirche und nehmen mit dieſer die Ste e ein, wo das Kloſter Wirberyg ſtand, zu deſſen Geſchichte die folgenden Blätter einen kleinen Seinch dche— Kloſter für Auguſtinerinnen, deren es in Heſſen noch zu Ahnaberg, zu Weißenſtein, zu Immichenhain und zu Grünberg gab, und wurde bei Einführung der Reformation gleich dieſen aufgehoben. Für die vaterländiſche Geſchichte hat es aber dadurch noch eine briander Bedeutung gewonnen, daß ſeine Güter und Einkünfte der neugegründeten Univerſität zu Mhurd 1s überwieſen wurden, von wo ſie ſpäter an die zu Gießen gelangten und durch einen eigenen Vog zu Grünberg verwaltet wurden.
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