Aufsatz 
Ueber Begriff, Bedeutung und Methode der geographischen Unterrichts / Friedrich Carl Reinhard Ritter
Entstehung
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chen. So geht es fort; in Secunda sogar ein Abriss der Ge- schichte der Geographie. Auf Kenntnisse aus der Naturbeschrei- bung soll nur, soweit Zeit und Umstände es gestatten, Rücksicht genommen werden, und sie sollen nur wesentliche Hülfsmittel sein, den geographischen Unterricht zu beleben.

Sollten nun auch von diesem Allen die immer sehr elastischen Köpfe junger Leute kein Kopfweh bekommen, und sind freilich auch nicht alle Vorschläge und Pläne in dieser Sache gerade so beschaffen: so ist doch so viel gewiss, dass bei jeder Zerstücke- lung und Zerreissung des von der Natur selbst verbundenen geo- graphischen Stoffes nichts Ganzes und Gediegenes, keine klare Uebersicht und kein Zusammenhang der erworbenen Kenntnisse erzielt werden kann, und dass sich unser Begriff von Geographie danach gar nicht realisiren lässt. Die dreimalige Wiederholung und stufenweise Erweiterung des Stoffes scheint Zeitverschwendung; vielmehr ist es wohl hinreichend, den Lehrstoff nach den drei Rück- sichten der Gestalt, der Kräfte und des Lebens auf drei Stufen zu vertheilen und nur durch beständig anzustellende Vergleichun- gen das auf jeder besondern Stufe gründlich Eingelernte wieder aufzufrischen und den Schüler dabei zu allgemeinen Uebersichten zu erheben; ein Urtheil, womit auch Gutsmuths in seiner Metho- dik übereinstimmt.

Bildet demnach die räumliche Geographie die Grundlage, an

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