Aufsatz 
Ueber Begriff, Bedeutung und Methode der geographischen Unterrichts / Friedrich Carl Reinhard Ritter
Entstehung
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Dinge geworden sind. Ist sein Glaube freilich nicht todt zu nen- nen, so ist er doch auch nicht recht lebendig, und dies so wich- tige Gebiet des menschlichen Vorstellungsvermögens ist mehr oder weniger mit Nebelgestalten erfüllt, die jeglichem Winde des Un- glaubens preis gegeben sind.

Was endlich den formalen Nutzen betrifft, so gibt es keine Kraft der Seele, die nicht durch diese Wissenschaſten in lebhafte Thätigkeit und Uebung versetzt würde, vom sinnlichen Auffas- sungsvermögen bis zu der höchsten geistigen Thätigkeit, die aus den Geschöpfen den Schöpfer, aus der sinnlichen, zeitlichen Welt die übersinnliche, unvergängliche ahnet.

Aus diesem Begriffe der Geographie an sich und als Gegen- stand des Jugendunterrichtes geht nun wohl hervor, dass sie völ- lig selbstständig in den Kreis der Schulwissenschaften eintritt, nicht aber etwa als blosse Hülfswissenschaft gegen irgend eine andere Wissenschaft hintangesetzt und nach derselben zugeschnit- ten werden darf. Oder wie liesse sich mit einem so hohen Be- griffe von der Geographie die Ansicht vereinigen, dass sie nur eine Hülfswissenschaft der Geschichte, und ganz nach dem Gange des geschichtlichen Unterrichts zu behandeln sei? Wie wird man nach obiger Ansicht Vorschläge beurtheilen müssen, wonach in Cewta gelehrt werden soll: 1. von der Oberfläche des Erdballs nach

den Hauptmomenten in mathematischer und physischer Hinsicht,