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häufig Seuge danoın, wie er es verftand, Bedräcte aufzweichten, Der« zagte zu ermutigen, würdige Arne nt vollen Anden zu befchenten;, das war aber auch das Heiligtum, in ‚dent wißbegierige Schilei die göttlichen Cohen’ aus feinem weifen Munde vernahmen, daß fle verbreitet: wurden in alle Gegenden; md, daß er In diefem Raume ungeftört feinen hohen jdealen leben und fich dadurch glüdlich fühlen Fonnte, das- war das Derdienft der teneren, Angen nnd frommen SBattin, denn fie bot alles auf, dem geltebten Battelr die neranfortimgspollen nnd ans“ gedehnten Berufspflichten zu erleichtern.'gläücliche Clternpaar: follte die feltene Sreude. haben, alle ihre Kinder nicht mr in. ihrem: Sinne und Geifte zu erziehen, fonderu auch in eben diefen Geijte jelb- ftändig wirken zw fehen und auch fäntliche Schwiegerföhne und Schwiegertöchter, Enkel und Entelimmen als wahrhafte Jehudim und Brave Menfchen zu hinterlaffen.' u a
Über 38 Jahre hindurch fland diefer große Meifler feiner Ges nteinde, feinen Bezirke, und dent Gefanttjudentume als Überhaupt md Stübe dor, Treu und unbeiret bfieb er flets feinen Beundfäken, unerfchitterlich in feiner Charaktergröße, ermüdlich in feinem Schaffen und Wirken, smerzeicht in feiner Ufenfchenliebe und Herzensgäte.:
- Doch unerwartet und ungeahnt follte diefem thatenreichen Keben, welches menschlicher. Berechnung nach noch viel Großes und Erhabenes- hätte leiften Zönnen, ein Ziel gefeßt werde; frifch umd wohl begab fidr diefer große FSürft Ijvaels au 2, Sudos Tage 5639 in die Synagoge, aus welcher er Ieider nicht, mehr zunicfehren follte, Gerade als der vierte. zur Chora gerufen wurde und feiner Segensfpruch beeudet halte, entfiel das Gebetbuch feinen Händen und tr Gegenwart der zahlreich verfammelten Gemeinde hauchte er feine teure Seole im Gotteshaufe aus, ‚Unbejchreiblic groß war: der Schmerz, umerfeßlich der Derkuft, je die Sprache ift faum imflande, geeignete Worte zur: Schilderung, der Erregung und des Schnierzes zu bieten, nn
.. Blitfehnell verbreitete fih die Tranerfunde nach allen Richtungen’ hin, and ftatt der Seftesfreude frat Trauer ein, wo die Kachricht non, dem Ableben des großen Rabbiners einiraf, Die überaus ftarle Bes. teiligung am der Beerdigung, wie fle Würzburg wohl niemals gejehen, die Gefühle dev Trauer und der Beforgnis, die man allen anfah, gaben: den Tanteften Beweis, wie groß der‘Derluft war, den die gelamte udenheit, vornehmlich aber die eigeneßemeinde durch das Binfcheiden ihres ‚großen, ewig umvergeßlichen Rabbiners zu beilagen hatte.
:faft allen größeren nid Heineren Gemeinden wurden ent. jprechende Trauerfeiern gehalten, fo in Bamburg,$Sranffurt.a. ML, 20. und in der. überfülten Synagoge zu Würzburg durch den älteften Sohn, Hexen Difteilistabbiner 5. Bamberger in Afchaffenburg. And nody heute wird am 2. Sudostag in. vielen Gemeinden zum Andenfen'am den großen Rabbiner öffentlich Schiuw ‚abgehalten,


