Aufsatz 
Rabbiner Seligmann Bär Bamberger, dessen Leben und Wirken / von Nathan Bamberger
Entstehung
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IX

krat zu diefem Swede an die Grimdung eines jhdifchen Hofpitales- in Jernfalem im Berein mit Gleichgefinnten bereits im Jahre 5653 vor jeht 25 Jahren- heran.

Bald war zunächft ein ji difechee Arzt dort angeftellt und für die Derabreichutg billiger, beziehumgsweile freier Ausneien geforgt, Und war es ihm auch nicht mehr vergönnt, dDiefen edlen, großen Dlan felbft verwirklichen zu Tönen, fo Hat er doch das hohe Derdienft, diefe erhabeneJdee angeregt zu haben, Xebftidem Hinterlieh er zu diefem. ‚Swede eine bedeutende aus Sammlungen gewonnene Summe, Die bis« her verzinslich angelegt, vor Tarrzem dem Eontid, welches die weitere Ansführnng des von Bamberger zuerft ‚angeregten ‚Eiofpitals in. Serufalem übernommen, tbergeben worden. ift,

- ‚Aber die Größe diefes Mannes zeigte fich nicht nur. in feinem £elftungen und Erfolgen, fondeen auch in dem Anfehen, der Yerehrug. amd Hochachtung, die ihm von allen Seiteir entgegengebracht wurde. Tücht me Eollegen und Schüler wußten ihm zu fehäßen amd. hoch zır achten, nicht nur Sende und Gönner lebten und perehrten ihn, nicht nur Gleichgeflnnte, und Gfanbensgenoffen. bemunderten ihn, fordern auch Andersdentende betrachteten feinen Seuereifer, feine Prinziptentreue, feine unerfchütterliche Gewtfjenhaftigleit forte die ihm in hohen Grade innewohnende Menfchenliebe ınd Güte, die in ihm nerfötperte Wahr haftigkeit und Selbftlofigfeit mit Staunen nnd Hochachtung, wie auch die Hohen und höchften Behörden und Stellen feine ChätigYelt ntit aller Anerfennung. wiwdigten), Seine religiöfen gutachtlichen Zellärungen und Außer ungen waren nicht blos für die Behörden des"ulandes von it frf und Bedentung, jonderu folche wurden fogur auch öfters von aus« Fändifchen Behörden eingeholt mid ‚als maßgebend anerlanıt.

= Eine fernere hohe Tugend diefes großen Mlanites war feine unendliche Aneigennüßigfeit. Jhm war es mir darum zu fhum, file andere zıL wirken und gu arbeiten; andere zu erfreuen und zu beglücen,

Solgende verbärgte Thatfachen fprechen mebr als alle Kobfpräche, wie uneigennäßig und felbftlos er ftets gewefen: on.

Yung nad feines pa überbrad;te ihm ein Wann aus feinem Difteifte den Ir der Kotterle ein oeößerer Gewinn zugefallen war, das betreffende Geld als Ehrengabe. Obwohl er damals felift Noll; in ol filgen Derhältrfen lebte, wies er die Summe zur mit dem Hinweis, daß der lülihe Bewinner'Telb arme wenn audı enfferiiere Derwandte habe,. die zunächtt auf das Geld- Anfpruc, hätten, nn Ze u

‚Eluft wurde ex Briefe eifucht, file die Bon ERmeidinee Kramer Schiur zu Iernen. Bald darauf wurde ihm eine anfehnliche Summe Aberfendet mit Inniger.

*) pie viele heute fu Anfehen ftehende Gelehrte verbanten feinen ea mähnngen Ihre Zebensftelliitg, Ein Sensnis von tan, daß ter Betreffende Hörer feiner taltmudifchen Dorträge Tel, genligte, wm den Befırh der Würzburger Une verfität zu ermöglichen! Befanmt war;ble erafte Senanigdett sd Serwiffenhaftig« keit, mit welcher Bamberger Henguiffe und Butachten verfaßte, deren Morklant er mit Tegt und Datum Topirte, fodag er in der Kage war,. ach jede Empfehlung. amd jedes Kengins jederzeit zu verifiziven.'