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gen die Lehrer: Gehorſam, Ehrerbietung ic. ge⸗ gen die Mitſchuͤlert Verrraͤglichkeit, Verhalten dei Beleidigungen ꝛc. Dieſe Geſetze werden monatlich vorgeheſen⸗ und nach Erforderniß der Cenſuren einge⸗ ſchaͤrft.„ 2. Belohnungen und Strafen. Zu den erſten gehoͤren: Beifall des Lehrers— Anweiſung eines ho⸗ hern Sitzes— einer hoͤhern Stelle in der Naugliſte der wiſſenſchaftlichen oder ſitrlichen Klaſſe, je nach⸗ dem der Schuler in der einen oder der andern ſich ausgezeichner hat.— Loh auf der Cenſurtafel, und be⸗ ſonders durch die monatlichen Zeugniſſe.— Zu den Strafen gehoren: außer den Gegentheil der ange⸗ ſührten Belnhnnanghn die Pruͤfungsbank, gaͤnzliche Abſonderung von den andern Schuͤlern, das Stehen an der Thuͤre u. derge. 38 den Mitteln meine Schuͤler zur Erfuͤllung ihrer Pfüchten auzuhalten gehoͤrt auch das Tagehuch. Je⸗ der Schuͤler erhaͤlt naͤmlich ein Buch, in welchem deſſen Eltern mir taͤglich Nachricht geben: 1) vom haͤußli⸗ chen Fleiße: 2) vom Betragen gegen Elkern, Geſchwi⸗ . be nd Hausgengſſen⸗- 3) Bon der Neinlichkeit. Folgſamkeit... Dieſe Nachrichten ſchreiben die Eltern Morgens in das Buch bevor der Schuͤler in die Schule geht. Beim Morgengruß uͤderreicht er mir ſolches. Mirtelſt deſſel⸗ ben bleibe ich in ſteter Verbinbung mit den Eltern, und kann mit ihnen gemeinſchaftlich fuͤr die Bildung ihrer Kinder wirken. Ferner das Cenſur buch, in welches Stunde vor Stunde der Fleiß und das Betragen eines jeden Sehuͤ⸗ lers eingetragen wird. Dieſe genau detaillirte Ueber⸗ ſicht liefert die monatlichen Refultate der Fortſchritte es Schuͤlers, und beſeummt Belohnung oder Beſtrafung.
Aus vorliegendem Plane werden die veſp. Hausbaͤter erſehen, was fuͤr ihre Kinder in meiner Anſtalt geleiſtet wird.— Meine litterariſchen und paͤdagogiſchen Kennt⸗ niſſe verdanke ich den vortrefflichen Schulanſtalten un⸗


