Text zu den Geſängen.
1.
Der alte Gott, der lebet noch!
Was willſt du, Herz, verzagen?
Wenn auch der Tag dich quält und drückt, Es müͤſſen and're tagen.
Der alte Gott, der lebet noch! Wenn auch die Feinde dräuen, Trotz ihrem Stolz und Uebermuth Kann ſie ſein Hauch verſpreuen.
Der alte Gott, der lebet noch! Vergiß du Herz die Sorgen; Es folget nach dem trüben Tag Ein neuer ſchöner Morgen.
Der alte Gott, der lebet noch!
Und der wird ewig leben;
Drum ſollſt du nie, mein Herze, dich Den finſtern Zweifeln geben.
4.
Hinaus, hinaus! es ruft das Vaterland.
Eilt, Männer, eilt, zu kämpfen und zu ſiegen;
Im Glauben ſtark bewaffnet eure Hand!
Ihr dürft nicht wanken, nicht erliegen;
Ihr ſtreitet nicht um Ehre, Ruhm und Gold,
Das deutſche Recht erkämpfet ihr euch wieder,
*) Und deutſche Freiheit, deutſche Treue, deutſche Lieder Erwarten euch als euer ſchönſter Sold.;,:
Zu lange ſchon ertragen wir die Schmach,
Die durch Verblendung wir erduldet;
Werft ab das Joch und werdet endlich wach,
Auf daß nicht eure Schande ihr verſchuldet!
Es gilt für Glaube, Vaterland und Weib;
Erkämpft den Sieg, bringt deutſchen Sinn uns wieder, *,; Und deutſche Freiheit, deutſche Treue, deutſche Lieder Erwarten euch als euer ſchönſter Sold.:,:
Gott war mit euch, er maß die Prüfungszeit, Er gab euch Muth, den großen Kampf zu enden; Er hat durch euch vom Feinde uns befreit,
Und Sieg empfangen wir aus ſeinen Händen. Ihr kämpftet treu für Gott und Vaterland, Das deutſche Recht erkämpftet ihr euch wieder.
„ Die edle Freiheit, feſte Treue, deutſche Lieder Sind nun des Vaterlandes Unterpfand.:
7.
Die Fahnen wehen, friſch auf zur Schlacht! Schlagt muthig drein!
Es klingt Muſik, die uns fröhlich macht,
In's Herz hinein,
Die Pfeifen und Trommeln mit ſüßem Klang Das Feld entlang.
*„; In die Schlacht, in die Schlacht hinein!::
Wer möchte bleiben, wenn's luſtig geht, Im ſtillen Haus?
Wohlan! wenn Jugend in Blüthe ſteht, Hinaus, hinaus,
Wo friſch und munter das Leben rollt! Wer das gewollt:
; In die Schlacht, in die Schlacht hinaus!:„ O Wehrmann's Leben, o köͤſtlich Gut! Uns ward's beſcheert,
Der Mann iſt ſelig, der trägt den Muth Blank wie ſein Schwert.
Wer tapfer im fröhlichen Streite fiel, Im Heldenſpiel,
*“; Schläft im Arme der grünen Erd':,:
Dem klingt Muſik, die er leiden mag, Mit Klang darein;
Nicht ſchöner klingt es am jüngſten Tag In's Grab hinein.
O ſeliger Tod, o du Wehrmann's Todt Noch bin ich roth.
*; In die Schlacht, in die Schlacht hinein!;


