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Abbilder der Originale in den Photographien vor ſich und empfängt von ihnen im Kleinen ganz dieſelben Eindrücke wie von jenen im Großen.. Nun vergrübe ich aber auch den Schatz nicht gern, ſondern möchte ihn mit Denjenigen theilen, in denen bei dem Leſen der biographiſchen Aufzeichnungen eine lebhaftere Theilnahme für die Perſonen und ein ähnliches Verlangen nach ihren Bildniſſen wie in mir erwachte. Zu dieſem Zwecke ließ ich durch den hieſigen zweiten trefflichen Photographen Carl Gruſt eine kleine Zahl guter photographiſcher Copien im gewöhnlichen Formate nach meinen Abbildern herſtellen und je 6 ſolcher Medaillons, mit den Namen der Abgebildeten verſehn, vereinigen. Die 6 Dargeſtellten ſind folgende: 1. Ernſt Haubold von Miltitz, Dietrich's Vater. 4. 2. Luiſe von Niltitz, geb. von Schönberg, Ernſt Haubold's Gattin, Dietrich's Mutter. 3. Dietrich von Miltitz, im jugendlichen Mannesalter dargeſtellt und zwar nach der ausdrücklichen Bemerkung ſeines Sohnes Georg charakteriſtiſch ähnlich. 4. Sara von NMiltitz, geb. Conſtable, Dietrich's erſte Gattin. 5. Erasmus von Hardenberg der ältere, des Dichters Novalis Vater, Dietrich's Vormund. 6. Friedrich von Hardenberg(Novalis), Dietrich's Jugendfreund.— Die Photographien Ernſt Haubold's, ſeiner Gattin, ſeines Sohnes Dietrich und des Erasmus von Hardenberg(1, 2, 3 und 5) ſind nach lebensgroßen, von Anton Graf nach der Reihe in den Jahren 1770, 1770, 1793 und 1794 in Oel gemalten Bruſtbildern; Sara von Miltitz(4) iſt nach einem Paſtellgemälde von Dora Stock, der Schwägerin Körner's, des Freundes Schiller s, photographirt, Novalis endlich(6) nach dem von Ed. v. Bülow entdeckten und vor dem dritten Theile von Novalis Schriften(Berlin 1846) veröffentlichten Bildniſſe des Dichters. Es ſtellt ihn im etwa 17ten Lebensjahre dar. Bei einem Vergleiche mit dem Bildniſſe des Vaters tritt die Familien⸗Aehnlichkeit unverkennbar hervor und das eigenthümlich geiſtvolle im Bilde des Sohnes ſpricht ſtark dafür, daß hier Novalis ſelbſt, nicht aber, was ſonſt allenfalls noch annehmbar wäre, einer ſeiner Brüder abgebildet iſt. Somit wird durch das noch unbekannt geweſene authentiſche Porträt des Vaters der von Tieck— freilich erſt 45 Jahre nach Novalis' Tode— bezeugten Aechtheit des Bildes von Novalis ein neues Gewicht hinzugefügt. St. Afra, den 28. April 1863. Adolf Peters.
Exemplare der gedachten 6 vereinigten Photographien ſind von der Moſche'ſchen Buch⸗ handlung in Meißen, jedes Exemplar der 6 Photographien zuſammen für den Preis von 1 Thlr. 5 Ngr. zu beziehn, ſo lange dieſelben ausreichen. Auch dieſe Schrift ſelbſt iſt unter beſonderm Titel in der genannten Buchhandlung für 15 Ngr. zu bekommen. Eremplare deſſelben mit den Photographien werden für 1 ½ rthl. abgegeben.
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