25
balb er lügt, verrdthe. Reden daher. Ael⸗ tern den Kindern ſouſt nie von Scham vor, als weun ſie lügen; ſo behalten ſie dieſe Schamröthe in Betreff des Ligens ihre Lebens⸗ zeit hindurch; wenn aber dieſelben oyne Aufe hären beſchämnt werden, ſo werben ſie entwe⸗ der gleichgültig gegen die Scham gewaiht, oder es wied eine Schüchteruheit in ihnen ge⸗ grändet, die ihnen welterhin unnbänderlich anklebt.
cben ſo nahtheilig, wie jenes auffahrende, mürriſche und neckende Behandeln der Kinder in das Verkändel und unmterbrothene Lieb⸗ koſen, wodurch das Kind im eigenen Willen beſtärkt und falſch gemacht wird: wozu denn noch kommut, daß indem es ihm eine Schwach⸗ heit der Aeltern verräth, denſelben die nu⸗ thige Achtung in den Augen des Kindes ge⸗ maubt wird.
Durch unendlich viele aus dein Leben gegrif⸗ fene Beyſplele könnte ich noch darthun, daß bey den Kindern ſchon frühe ein jünkiſches, herrſche ſüchtiges, rechthaberiſches prahleriſches Weſen
erjeugt


