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terricht der Secunda ausgeschlossen werde. Zugleich wurde den Gymnasial-Directoren aufgegeben, in der Mitte des nächsten Jahrescursus nach dem Schlusse des Sommer- halbjahrs 1851 über die Erfolge der durch die Verfügung vom 29. October 1849 einge- führten Einrichtungen im Allgemeinen und vorzugsweise über zwei besonders bezeichnete Puncte, die den Unterricht in der Mathematik und in den alten Sprachen, zumal der lateinischen, betreffen, weiter zu berichten.
Der Unterricht gieng auch im Winterhalbjahr selbst an unruhigen Tagen ununter- brochen fort, wenn auch der längere Aufenthalt und die kriegerischen Vorkehrungen preussischer Truppen, sowie die später folgenden Durchzüge österreichischer und baieri- scher Truppen, welche seit dem dreissigjährigen Krieg zum ersten Male wieder, obschon in friedlicherer Weise als damals(Vglch. Fr. K. Th. Piderit's Denkwürdigkeiten von Hersfeld S. 215 über das J. 1647) in hiesiger Stadt erschienen, nicht ohne störenden Einfluss auf die häusliche Thätigkeit der Schüler theilweise auch der Lehrer bleiben konnten, da die in den Gymnasial-Gebänden wohnenden Lehrer die Last der Einquar- tierung zu tragen hatten. Von Krankheiten wurden nur einige Male wenige Lehrer vorübergehend in der Abhaltung der Lehrstunden gehindert. Von den Schülern erkrank- ten nicht wenige, mehrere wurden auch von bedeutenderen Krankheiten befallen, über- standen sie aber ausser einem aus Sexta glücklich.
Ob mit dem Anfang des neuen Schulcursus zu der im Anfang des verflossenen Schulcursus errichteten Sexta, deren Schüler grösstentheils zu Quinta übergehen werden, eine neue Sexta hinzukommen wird, hängt noch von der Anzahl der dafür sich anmel- denden Schüler und von der Genehmigung Kurfürstlichen Ministeriums des Innern ab.
Folgende Geschenke erhielt die Gymnasiums-Bibliothek 1) Herr Rittmeister Ruprecht dahier, der seine Musse zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Beobachtungen und Versuchen benutzt, schenkte seine eben erschienene Schrift: Aphorismen und Beiträge zu der Anschauungslehre in den mathematischen Wissenschaften. Hersfeld 1850. S. 39 in 4. 2) Der zur Universität abgehende ehemalige Schüler des hiesigen Gymnasiums Otto Hartwig aus Hundelshausen(S. Jahresbericht von 1850) schenkte Matthiä's griechische Schulgrammatik 2te Aufl. Leipzig 1824; Platonis opera rec. Stallbaum vol. V. sect. 1. Gotha 1829; Liederbuch für deutsche Turner. Braunschweig 1849. 3) Der ordentliche Lehrer am Gymnasium zu Fulda Herr Dr. Weismann übersendete Lucians


