Aufsatz 
De symposiaca Graecorvm elegia / Nicolavs Bachivs
Entstehung
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43 B. Fertigkeiten.

1) Gesang. Vierstimmige Lieder nach Wiegands Sammlung, eingeübt von den fœhigeren Schülern aller Classen 18t. desgleichen in Verbindung mit Harmonielehre in Tertia und Quarta je 1 St. Choralmelodieen, ein- und zweistimmige Lieder in Quinta 1 St. Elemente des Gesanges in Sexta 1 St. Henkel. 3

2) Zeichenunterricht nach P. Schmid in Quarta 1 St. Quinta 1 St. Sexta 2 St. Melzer.

3) Ralligraphie. In Sexta Anfangs Vorschreiben der Grundstriche und Buchstaben sowie ein- und mehrsylbiger Wörter und kleiner Sätze auf der Tafel, spæter nach Vorlegeblättern 3 St.

In Quinta Fortsetzung, aufser der Deutschen und Lateinischen auch Griechische Schrift 5 St. Fortsetzung nach Vorlegeblättern und Dictaten 2 St. Jessler.

II. Chronik des Gymnasiums.

Das Schuljahr wurde am 18 April 1336 mit dem Veni, sancte Spiritus, und dem Vorlesen der Schulgesetze eröffnet.

Auf den am Schlufse des Wintersemesters 13 ⅜3 erstatteten Bericht eröffnete Rurfürstliches Ministerium des Innern am 5 Mai dem Director, daſs die Darlegung des damaligen Zustan- des des Gymnasiums in Rücksicht auf Unterricht und Disciplin ebenso sehr zur Befriedigung IHoch- desselben gereiche, als man die volle Billigung der Grundsätze ausdrücke, deren folgerechte Durch- führung eine wesentliche Verbefserung und Erhebung der Austalt erziele: im besondern werden 1) die dargelegten Grundsätzc, nach welchen bei der Aufnahme und Versetzung der Schüler ver- fahren wird, genehmigt, 2) bemerkt dass es ganz den Absichten des linisteriums entspreche mit dem wiſsenschaftlichen Unterrichte auch Leibesübungen zu verbinden, worüber jedoch hinsicht- lich der Annahme eines dazu gecigneten Lehrers, der Gewinnung eines Turn- und Badeplatzes u. d. gl. noch weiteren Bestimmungen entgegengeschen wird..

Durch hœchsten Beschlufs Seiner Hoheit des Rurprinzen und Mitregenten vom 29 Junius wurde eine Schuleommission für Gymnasial-Angelegenheiten gnædigst angeord- net, welche als technische Behœrde unter der Aufsicht des Ministeriums diejenigen Gegenstände zu berathen habe, welche auf die gesammte innere Leitung der Gymnasien überhaupt, auf den zu be- folgenden Lehrplan, die anzuwendende Methode und die Handhabung der Disciplin bezüglich sind u. s. W. Dieselbe Commission soll zugleich bei ihrer jæhrlichen Zusammenkunft als Prüfungs- behœrde die Tüchtigkeit derjenigen prüfen welche das theoretische Examen für Gymnasiallehrer bestanden und sich hierauf wenigstens ein Jahr lang bei einem Gymnasium praktisch geübt haben- Für die næchsten zwei Jahre wurde die Commission aus den Gymnasial-Directoren Dr. IEiss zu Rinteln, Dr. Filmar zu Marburg, Dr. Bach zu Fulda zusammengesctzt.

Der zur Vertretung des erkrankten Gymnasiallehrers Dr. 7Eolf bei dem Gymnasium beschäf- tigte, am 5 Mai zum Hülſslehrer ernannte Dr. Eysell, welcher sich durch seinen Unterricht in der Griechischen und Lateinischen Sprache um die Austalt wesentlich verdient gemacht hat, wurde unterm 29 Junius an das Gymnasium zu Rinteln, dagegen der ordentliche Gymnasiallehrer Dr. Franke zu Rinteln hierher versetzt. Wir erkennen mit innigstem Danke die huldreiche Fürsorge