Aufsatz 
Tertullian's Psychologie und Erkenntnisstheorie / dargest. von G. R. Hauschild
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16. 1879, 21. Nov.(5160). Auf die einheitliche Publication der Protokolle der Directoren- Versammlungen wird aufmerksam gemacht.

17. 1879, 24. Nov.(5319). Zur Uebernahme des Schiedmanns-Amtes bedürfen die Lehrer der Genehmigung des Curatoriums.

18. 1879, 3. Dec.(5604). Ernennung von neun(zehn) Oberlehrern Siehe S. 80.

19. 1879, 13. Dec.(5668). Ernennung des Oberlehrers Dr. Fischer und des Ober- lehrers Dr. Steitz zu Professoren.

20. 1880, 19. Januar(341). Statt des Wilmers'schen Handbuchs der Religion(für Katholiken) ist im nächsten Schuljahr ein anderes Lehrbuch(etwa von König) an die Stelle zu setzen.

21. 1880, 17. Januar(322). Uebersendung einer Ministerialverfügung vom 12. Jan. 1880, betreffend die Einführung neuer Schulbücher.

22. 1880, 30. Januar(358). Die wegen Theilnahme an verbotenen Verbindungen aus- gewiesenen Schüler sollen nicht vor Ablauf eines Jahres in dieselbe Schule, der sie früher angehörten, wieder aufgenommen werden.

23. 1880, 4. Februar(445). Anfrage, ob die Geologische Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten angeschafft sei.

24. 1880, 4. Febr.(468 I.). Mittheilung einer Ministerialverfügung vom 21. Jan. 1880 über die vom Beginn des nächsten Schuljahres einzuführende deutsche Orthographie.

25. 1880, 12. Febr.(679). Es wird über die am Frankfurter Gymnasium entdeckte Schülerverbindung eingehender Bericht gefordert.

Leider hat in der seit dem vorigen Programm vergangenen Zeit das Betragen einzelner Schüler mehrmals zu strengeren Strafen Veranlassung gegeben, während sonst wohl auch manche Jahre verflossen sind, ohne dass es nöthig war, eine solche zu verhängen, wie wir denn überhaupt im Ganzen nicht über Mangel an gesitteter Haltung bei unseren Schülerp klagen können. Aber es ist doch ernster Aufmerksamkeit werth, dass nicht zwei Jahre seit der Ent- deckung und Bestrafung einer verboteuen Schülerverbindung(siehe vorj. Progr. Seite 91 f.) vergangen sind, so wurden schon dieselben Maassregeln abermals erfordert. Wir richteten damals (8. April 1878) in einem Rundschreiben an die Eltern die Bitte, zur Unterdrückung dieser gefährlichen Thorheiten ihrerseits mitzuwirken, und wiederholen diese Bitte hier, überzeugt, dass sie in dem Herzen aller Derer, die ihre Kinder wahrhaft lieb haben, Anklang finden wird. Denn wir tadeln wohl die halberwachsene Jugend, wenn sie sich in ihrer Unbesonnenheit dazu verleiten lässt, ihre Zeit mit solchen, aufs Gelindeste gesagt, läppischen Dingen zu vergeuden, und wir müssen sie auch, so ungern wir es immerhin thun, dafür strafen; aber welchen Tadel und welche Strafe verdienen die Erwachsenen, die völlig dem Alter nach Reifen, welche der- gleichen Unfug beschönigen, in Schutz nehmen, ja fördern und begünstigen?

Der Studientag(Dienstag Nachmittag), an dem alle Ober- und Unter-Primaner theilnahmen(zusammen 45), hatte auch in dem verwichenen Jahr erwünschten Fortgang. Da hier von Zwang nicht die Rede sein darf, jeder vielmehr ganz nach seiner Lust und Eigen- thümlichkeit wählen und arbeiten soll es ist dies ja der kleine Winkel, in welchem eine freiere Behandlung der Gymnasialstudien noch möglich ist, so fiel diese Wahl(und auch