Aufsatz 
Beiträge zur Alexandersage : I. Die Alexandersage im "Seelentrost" ; II. Ein neues Bruchstück einer Handschrift des Julius Valerius / von Heinrich Fuchs
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

den Lesarten, die Kübler anführt, scheint A conruisset dissiluissentque zu bieten, also einmal den Sing. und einmal den Plur. 31 penitralia A. 32 arioli pronuntiavere A. 33 pro diis penatibus A. eiusque mos A. Bruns fügt zu eosque mos hinzu: lege isque. Ausfeld (Rhein. Mus. 1900, 355, A. 5): et hucusque mos. 34 aestatis hat auch A; Kübler nach Müller: et statis. 35 Zu e sui bemerkt Bruns: lege esui, was auch A bietet. Da auch A überliefert et coronatis optimatium mos est templum Heroi(s) scandere dürfte es doch ge- wagt sein, mit Ausfeld(a. a. O.) zu ändern: et(cum?) coronatis optime iumentis mos est t. Hl. S. Für wahrscheinlicher halte ich, daß sich Julius Valerius bei der Ubersetzung der Worte des Pseudokallisthenes orεν⁵νοσι§υε ναάν τ ννmν(B ra ubn wrizu, greανο˙οσσιασι) ver- lesen hat. Ein anderer merkwürdiger Lesefehler des Ubersetzers läßt sich z. B. am Anfang des Werkes nachweisen, wo Olympias den Nektanabus fragt(Kübler S. 4, 7): Et cuinam, inquit, deo at torum debeor? und dieser antwortet: Ammoni Libyco. Is autem est fluvius. Zu Grunde liegen hier die Worte des Pseudokallisthenes: Kal yer or 5 OAur⁴eIIo⁶⁶ν ʃ d eT 1i Aiöns Aduuuvt. Kal Aéyer õr ¹ OuunddsIIoraerds dok ονν 6 εςα°5109; ˙0 d6 elnenThizv ady daiuixs ueond usw. Offenbar fehlte hier in der Vorlage des Obersetzers der Satz Kal éyet OAwunrde an der zweiten Stelle und Julius Valerius hat statt woνœs gelesen οεαmνα. Auf die Auslassung der Worte Kal Aéyee νπ ounds Weisen auch die unmittelbar sich anschließenden Worte des Julius Valerius hin, die Kübler gewiß mit Unrecht ergänzt: De aetate qua visitur, quaerit(durch Hinzufügung von de und quaerit); es ist sicher zu lesen, wie überliefert ist: Aetate, qua visitur, iuvenem esse renuntiat. Wie also an dieser Stelle ein Mißverständnis des Schriftstellers selbst vor- liegt, So dürften wohl auch die beanstandeten Worte coronatis optimatium aus einem Miß- verständnis des griechischen Textes zu erklären sein. 30 herois auch A. Heroi T. obse- quio A. 37 somnio dato A. somnio datum T. quinqueverticem fore A. Bruns hat diese richtige Lesart schon vermutet, da er hinzufügt: Pro quingue verticem fere urbem legendum conicio, ut sensus aliquis eliciatur: quum quingue vertices ferre urbem, vel etiam: quinque- verticem fore urbem. urbem somnio auch A. Kübler streicht dieses somnio, offenbar weil es schon in der vorhergehenden Zeile steht. pronuntiavisset A. praenuntiavisset T. 30 constructa ara A. Bruns bemerkt zu constructura ara: lege constructa vel arae. 40 adversi A. adversus T. Heroos auch A. heros T. visitur erigi A. 41 ara deo summo rerum praesidi A. 42 cum auch A. qui cum oder que cum T. quiquis A. 43 ipsum auch T. istum A. interminem auch T. intermine A. laetantique A. 44 fias A. exta auch T. ista A.

Die Vergleichung der verschiedenen Lesarten zeigt, daß das Helmstädter Bruchstück neben manchen Fehlern doch auch in mehreren Fällen allein das Richtige überliefert und eine willkommene Handhabe bietet zur Verbesserung des Textes. Es wäre deshalb zu wünschen, daß sich auch das zweite Pergamentblatt mit der Bukephalusgeschichte noch auffinden ließe.

Der angekündigte III. AbschnittDer Oxforder Auszug aus Julius Valerius muß aus äußeren Gründen wegfallen.

8&88