Aufsatz 
Beiträge zur Alexandersage : I. Die Alexandersage im "Seelentrost" ; II. Ein neues Bruchstück einer Handschrift des Julius Valerius / von Heinrich Fuchs
Entstehung
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aus der Oldenburger Hs.: Merzdorf, Bibliothekarische Unterhaltungen, S. 3 9; Lübben, mnd. Gram. 177 180;

aus der Dessauer Hs.: Germania 24, 127;

aus der Stuttgarter Hs.: Pfeiffer, Frommanns Mundarten l 170, II 1, 289, 433;

aus der Gießener und der Hamburger Hs.: Geffcken, Bilderkatechismus, bei den einzelnen Geboten;

aus der Nürnberger Hs.: Wackernagel, Altdeutsches Lesebuch(s. oben §. 6, A. 1);

aus dem Augsburger Druck von 1478: Pfeiffer, Frommanns Mundarten l 184 ff. in den Anmerkungen;

aus dem Augsburger Druck von 1483: Hasak, der christl. Glaube 100 106; Hertz, Abhandl. d. bayr. Akad., a. a. O.;

aus dem Kölner Druck von 1484: Falk, Hist.-pol. Blätter 108, 214;

die Kölner Hs. hat Simrock in seinen Deutschen Märchen(Stuttgart 1864), S. 81 benutzt; vgl. Reifferscheidt, ZS. f. Deutsche Phil. 6, 429; und Rein- hold Bechstein hat 15 Stücke aus dem Seelentrost nacherzählt in seinen Altdeutschen Märchen, Sagen und Legenden. Leipzig 1863.

Eine Untersuchung über die Verwandtschaft der zahlreichen Hss. und Drucke des Seelentrosts gibt es bis jetzt meines Wissens nicht. Auch meine Absicht war es nicht, dieser Frage nachzugehen. Nur beiläufig habe ich festgestellt, daß von den drei Texten, die ich für den Seelentrost-Alexander zu Rate gezogen habe, der Helmst. Hs. 1203(H; S. 0. Nr. 12), der Gießener Hs.(G) und dem Kölner Druck von 1484(K), sich K und G am nächsten stehen und auf dieselbe Vorlage zurückgehen. Dies zeigen schon die folgenden gemeinsamen Auslassungen:

1) Bruns 347(H): darumme so vortige diner idelen ere, wente du en hest mit di nicht wen struckrovere; vortigestu des nicht, ek wil di hengen nicht alse enes koninges kint, sunder alse enen vorsten der strukhonre. Die ähnlichen Worte struckrovere und strukhonre haben den Schreiber der Vorlage von K und G verleitet, die gesperrt gedruckten Worte zu überspringen; daß sie in der Urschrift standen, beweist die Quelle(kistoria de preliis 29, bei Zingerle, Die Quellen zum Alexander des Rudolf von Ems, S. 154).

2) Bruns 357(H): Do kemen dar beren unde lauwen, wulve un allerhande dere; dar mosten se midde vechten. Sind kam dar en also grot deer unde so vreislik, dat ot Wol ses un twintich man dodede. Dat slogen se up dat leste dot. Die gesperrten Worte fehlen in K und G, offenbar weil der Schreiber der Vorlage vondere auf deer abgeirrt war. In G ist sogar in den folgenden Worten noch die Einzahl erhalten:das Wol XL mane todet, ee sie zu der were gwemen. das slugen sie zu leste todt, während K dem Pluraldere entsprechend weiter geändert hat:dat se wal XXVII man doyden. de slogen se tzo lesten doit. K hat überhaupt sehr häufig den Text eigenmächtig geändert.

3) Bei der Geburt Alexanders fehlt unter den Wunderzeichen in K und G das Erdbeben.

Daß K nicht unmittelbar auf G zurückgeht, beweist eine ganze Anzahl von Stellen, an denen G Lücken und Veränderungen zeigt, während K das Ursprüngliche bewahrt hat. Z. B. fehlen in G die Worteek wet wol dat du ene bort drechst(Bruns 338) undtoch Alexander sin swert(Bruns 343), während sie in K erhalten sind; und in G empört sich eine Stadt gegen Alexander, während H(Bruns 344) und K der Quelle folgend König