Aufsatz 
Beiträge zur Alexandersage : I. Die Alexandersage im "Seelentrost" ; II. Ein neues Bruchstück einer Handschrift des Julius Valerius / von Heinrich Fuchs
Entstehung
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began den Bibel vut den Ebreuschen in ich nummer me werentliche boich haven wil Duutsche te setten. Ende om dat hi voir den noch lesen. Do baiden de gene, de vur scarpe Rechter geweest hadde, so seide hi: dem richter stoinden, vur in. Also wart Eet ic, of drinc ic, of wat ic doe, altoes hei los und quam weder zo eme selver und luden die basunen blasen in minen oren: gewan de schrift so leif, dat hei juetsch Staet op, gi doden, ende coemt ten oerdeel! leirde und Sschrif de hilge schrift us dem Daerom sel men die wereltlike Boken after fuetschen! in dat latin. Her umb so hain laten, ende lesen ende leren die Heilige ich wille z0 schreven de hilge schriftꝰ in Schrift, ende die Geboden Gods, op dat dat duische zo gots love und minen even men daer mede gesalicht mach worden; als kristen minschen zo vromen. Dit boich wil een Vaersmaker seit: usw. ich z0 samen lesen van mencherhande boi- chen usw.

Die weitgehende Ubereinstimmung der beiden Einleitungen beweist, daß auch hier der Seelentrost die Quelle der Historienbibel war an das umgekehrte Verhältnis ist ja schon wegen des charakteristischen Schlusses der Alexandergeschichte nicht zu denken (S. 0O. S. 4/5) und daß er deshalb vor 1358 entstanden sein muß.

Möglich wäre es, daß sich auch über die Heimat des niederdeutschen Verfassers Genaueres feststellen ließe, wenn man das Buch eingehender durchforschte und z. B. auf die in den verschiedenen Hss. verschieden angegebenen Ortschaften, an denen sich die erzählten Geschichten zugetragen haben sollen, sein Augenmerk richtete, vgl. Geffcken 49. Für diesen Zweck müßte das Werk natürlich zugänglicher gemacht werden. Bei der An- erkennung, die es bei Pfeiffer(a. a. O. 173/4) und Lübben gefunden hat, ist es auffallend, daß es bis jetzt noch nicht einer Ausgabe gewürdigt worden ist; sieht doch Lübben in dem Seelentrost neben dem Lübecker Passional von 1471 das Höchste, was das Mittelniederdeutsche auf dem Gebiet der Prosa in formaler Hinsicht geleistet habe(Jahrb. d. Vereins f. nd. Sprachforschung 1875, 13). Von der großen Beliebtheit des Buches im Mittelalter zeugen die zahlreichen Hss. und Drucke:

I. Handschriften. a) niederdeutsche:

1. Die Hs. in der Sammlung des Frh. v. Arnswaldt zu Hannover vom Jahre 1406(Reifferscheidt, Zs. f. d. Phil. 6, 429). 2. Die Oldenburger Hs. von 1407. Die Berliner Hs. von 1429. 4. Die Kölner Hs. von 1445(jetzt auf dem Stadtarchiv, s. Nörrenberg, Zentralbl. f. d. Bibliothekswesen 0, 578). 5. Die Hannoversche Hs. von 1473. 6. Die Wolfenbütteler Hs. 156(Helmstädter 134) von 1461(v. Heinemann, D. Hss. der Herzogl. Bibl. I 1, S. 133). ¹ Stuttg. fügt hinzu: und us dem greikschen; Hamb. und Gieß. haben diesen Zusatz nicht. ²2 Hamb. und Gieß.: ein buch zu schriben von der heilger schrifft. ³ 1875 trug sich Reifferscheidt mit dem Gedanken, eine kritische Ausgabe zu veranstalten(Zeitschrift f. d. Phil. 6, 430, A. 2). 4 Vergl. Reifferscheidt, Jahrbuch d. Vereins f. nd. Sprachforschung 11, 101, A. 5. Sollten sich unter

den 12 Hss., die von Werken über die 10 Gebote in dem Katalog der Münchener Bibliothek aufgeführt sind, nicht auch solche des Seelentrosts befinden?

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