Aufsatz 
Hippolytos : Tragödie des Euripides ; (Dem Großherzoglichen Gymnasium zu Gießen zum Feste seines dreihundertjährigen Bestehens gewidmet) / In dt. Verse gebracht von Otto Altendorf
Entstehung
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Anmerkungen.

Land Pandions, Attika, ſo genannt nach Pandion, einem der ſagen⸗ haften Könige Athens.

Myſterien, gemeint ſind die eleuſiniſchen, die in Eleuſis, einem Orte Attikas, gefeierten, ein Geheimkult mit allerlei heiligen Handlungen, über die man ſchweigen mußte.

Fels der Pallas, die Akropolis zu Athen.

das einſt nach ihm den Namen tragen wird. Es gab in Athen einen Aphroditetempel, der Apoodirn e&rl Texolurg hieß.

die kekrop'ſche Stadt, Athen, ſo genannt nach Kekrops, dem erſten König von Athen.

er ſolle dreimal nicht vergebens bitten, d. h. Poſeidon, ſein Vater, hatte ihm drei Wünſche freigegeben, vgl. das deutſche Märchen. Demeters Gericht, Speiſe.

Hekate, Pan, Kybele, Diktynna: Gottheiten, die den Menſchen die Sinne verwirren, Wahnſinn ſenden. Hekate, die Göttin der Geſpenſter und alles Zaubers; Pan, der Weidegott; Kybele, die in Kleinaſien und auf Kreta verehrte heilige Bergmutter, ihre Prieſter und Begleiter ſind die Kory⸗ banten; Diktynna, die kretiſche Artemis.

Erechthiden, die Nachkommen des Erechtheus, des Sohnes Pandions, gemeint ſind die Athener..

die helfende Artemis, weil Artemis auch die Göttin iſt, die den Frauen in den Geburtswehen beiſteht oder ſie auch umkommen läßt. das theſſal'ſche Geſchoß, wahrſcheinlich, weil ſolche in Theſſalien ver⸗ fertigt wurden.

Limna, Ebene am Geſtade von Troizen, wo Artemis ein Heiligtum hatte..

Mutter, Opfer unglückſel'ger Liebe. Ihre Mutter Paſiphaë, die Gemahlin des Minos, verfiel in eine unnatürliche Liebe zu einem von Poſeidon geſandten Stier und gebar von ihm den Minotauros. unglückſel'ge Ariadne, weil ſie von Theſeus, den ſie liebte, im Stiche gelaſſen wurde.

Torraum vom Land des Pelops. Die Landſchaft Argolis, in welcher Troizen lag, betritt man, wenn man von Athen aus in den Peloponnes will, zuerſt.

Meeresherrin Kypris, weil Aphrodite vielfach auch als Waſſer⸗ und Meeresgöttin verehrt wurde(dieſchaumgeborene).

Semele, Tochter des thebaniſchen Königs Kadmos, Geliebte des Zeus ließ ſich durch Hera verleiten, den Zeus zu bitten, ſich ihr in derſelben Geſtalt wie ſeiner Gemahlin zu zeigen. Zeus mußte ihr, da er geſchworen die Bitte gewähren, und ſo kam Semele unter der Glut ſeiner Blitze um, nachdem ſie noch vorzeitig den Dionyſos geboren. Vgl. V. 555 560.