Aufsatz 
Der allgemeine Unterschied des römischen Lautgesetzes von dem der übrigen Sanscritasprachen : Abhandlung / [Albert Agathon] Benari
Entstehung
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III. Bemerkungen zu dem vorstehenden Lehrplan

zur Beseitigung möglicher Missverständnisse.

E⸗ sind in der neuesten Zeit bei denjenigen, welche dem Fortschreiten der Jugend- bildung ihre Theilnahme schenken, oftmals erörterte Fragen wieder angeregt worden, die sich auf das Ebenmaass physischer und geistiger Entwickelung beziehen. Es kann keinem entgehen, der die pädagogische Literatur auch nur oberflächlich kennt, dass einsichtsvolle Erzieher von jeher diesen Gegenstand reiflicher Präfung unter- worfen und für die Zöglinge der Schulen nur solche Beschäftigungen angerathen haben, die in Hlinsicht auf Körper und Geist dem jugendlichen Alter angemessen, bei wohlbegrenztem Umfange und zweckmässiger Aufeinanderfolge die Seelenkräfte allseitig zu entwickeln und die gewonnene Einsicht zu befestigen geeignet sind. Dieser einfache Grundsatz der Erziehung ist von besonnenen Schulmännern fortdauernd als Richtschnur ihrer Thätigkeit betrachtet worden. Die dem Unterrichtswesen vorgesetzten Staatsbehör- den haben über der Aufrechthaltung desselben mit grosser Sorgfalt gewacht; erspricht sich in den gegenwärtigen Einrichtungen der höheren Schulen für jeden, der tiefer in das Wesen derselben eindringt und nicht nach einzelnen abnormen Erscheinungen über das Ganze urtheilt, auf das deutlichste aus. Nichts destoweniger sind neuerdings Anklagen gegen diese Schulen laut geworden, welehe sich auf die Verletzung dieses Grundsatzes beziehen und sich nicht darauf zu beschränken scheinen, einzelne Miss- präuche und Abweichungen von der Regel zu rügen, sondern die Einrichtungen im Allgemeinen nicht bloss als zweckwidrig, sondern sogar als nachtheilig darstellen: An- klagen, die, nur einigermaassen begründet, um so mehr Besorgniss erregen müssten, als sie geradezu eine gewisse prüsumtive Abschwächung der Gesammtkraft des Menschenge- schlechts in physischer und moralischer Iinsicht zum Theil dem Einflusse der höheren Schulen zuschreiben, oder doch diese beschuldigen, zur Beschleunigung des anderweitig geleiteten Verderbens durch ihre Anforderungen an die Jugend Der nachtheilige Einfluss wird aber in der Vielheit der

schon materiell ein

wesentlich beizutragen. Unterrichtsgegenstände, in der Vielheit der Unterrichtsstunden und in der Vielheit

der häuslichen Arbeiten gesucht 4).

*) Anm. Vergl. den Auls. von Lorinzer in der Medicin, Zeitung 1836. No. 1.Zum Schutz der Gesundheit in den Schulen. S. 2.