Aufsatz 
Das Frankfurter Gymnasium unter dem Rector Hirtzwig. Dr. Guil. Ern. Weberi Pror. et Prof. Carmen Saeculare : Mit hoher Genehmigung Eines Hochwürdigen ev. luth. Consistoriums zeigt Die Feyer des dreihundertjährigen Jubilaeums nebst den öffentlichen Prüfungen unseres Gymnasiums ... an / Johann Theodor Vömel Rector und Professor
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viele Fragen unbeantwortet; das aber zeigen sie bey jeder Gelegenheit, dafs Hirtzwig's Verdienste bald allgemein anerkannt und Seschäſat wurden, so daſs wir noch jetzt den Mann lieb gewinnen. Aaa

Wenn man aber einen Menschen und sein Wirken lieb gewonnen hat, so möchte man auch Etwas von seiner Person und seinen Schicksalen erfahren. Allein nach den persönlichen Verhältnissen Hirtzwigs habe ich mich vergebens umgesehen; denn was man in einem Jöcher, Adelung und andern findet, ist weiter nichts, als daſs erein Deutscher war und ver- muthlich in der letzten Hälfte des I16ten Jahrhunderts(1) gelebt hat. Andere kennen auch seinen Namen nicht, selbst nicht die anspruchsvolle Biographie universelle. Das Beste enthalten noch ein paar gelegeulljehe Zeilen in Strieder's hessischer Gelehrten Geschichte.

Heinrich Hirtzwig oder Herzwig ist zu Heyna im Hessischen geboren, denn auf einer Dissertation, welche Strieder unter dem Art. Goclenius senior anführt, steht: R. Henr. Hirtzwig Hayn-Wetter., und auf dem noch vorhandenen gedruckten Einladungszettel zu einer Komödie vom J. 1617 steht deutlich: Heyna-Hessus. Darum freut er sich, daſs er nach Butzbach kommen sollte, weil er dann in der Nähe seiner Freunde und seiner Geburtsstadt wäre, wie er in einem Briefe, datirt Frankfurt den 20. Dec. 1626, an den berühmten Matthias Bernegger zu Straſsburg schreibt: Locus est Butisbacum, oppidulum quatuor abhinc milliaribus dissi- tum proxime patriam meam. Auctores sunt propinqui et amici, ut Deum vocantem sequar, qui in pulvere scholastico satis jam satis multa sim per- pessus. Diesen Brief theilte nebst einigen andern, welche ich noch an- führen werde, Zaccharias Konrad v. Uffenbach aus seinen Schätzen dem thätigen Heumann mit, welcher sie in der Poecile T. IHI. S. 213 ff. bekannt gemacht hat. Aus diesen Brieffragmenten erhellt, dafs Hirtzwig verheirathet war und Kinder hatte, und daſs er einige Wochen vor dem 28. Febr. 1627 ordinirt wurde. Promovirt hatte er in der philosophischen Facultät, höchst wahrscheinlich zu Marburg ums J 1604, was mich die oben