Aufsatz 
Nida-Heddernheim : ein populärwissenschaftlicher Führer durch die prähistorischen und römischen Anlagen im "Heidenfelde" bei Heddernheim / von F. Gündel
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D as Intereſſe an der älteſten Geſchichte von Frankfurt am Main und ſeiner Um⸗ gebung hat ſich heute in den gebildeten Rreiſen der Bürgerſchaft weit mehr ausgebreitet als früher. Huch Leuten, die nicht Sachmänner ſind, iſt heute wohl bekannt, daß Frankfurts Geſchichte bereits in der prähiſtoriſchen Zeit beginnt und daß im Norden der Stadt, imHeidenfelde bei hHeddernheim, einſt eine bedeutende Römerſtadt geſtanden hat, an deren Erforſchung rege gearbeitet wird. Dies iſt namentlich der Wirkſamkeit des herrn Prof. Dr G. Wolff zu verdanken, der die Ergebniſſe der Frankfurter und insbeſondere der Heddernheimer Lokalforſchung, die er in neue Bahnen gelenkt hat, durch Wort und Schrift verbreitete. Ferner aber haben der Derein für Geſchichte und Ultertumskunde und der Derein für das hiſtoriſche Muſeum zu Srankfurt a. M. das Intereſſe an der Frühgeſchichte Frankfurts und ſeiner Umgebung weſentlich ge⸗ fördert. Es genüge hier nur auf die Gründung zweier Zeitſchriften hinzuweiſen, in denen die Ergebniſſe der Sorſchung weiteren Kreiſen übermittelt werden: der Mitteilungen über römiſche Funde in heddernheim, von denen bereits fünf ſtattliche hefte erſchienen ſind, und neuerdings Ult⸗ Srankfurt. Von beſonderer Bedeutung aber iſt endlich die Neuordnung desRömiſchen Saales im Frankfurter hiſtoriſchen Mu⸗ ſeum durch den jetzigen Direktor, Herrn Prof. Dr B. Müller. Es ſind nämlich jetzt hier ausſchließlich Stücke des heddernheimer SFundgebietes ausgeſtellt, ſo daß der Beſucher heute viel beſtimmtere Vorſtellungen vom römiſchen Rulturleben unſerer Gegend erhält. Durch Überſichtspläne und Grundriſſe, die man an den wänden anbrachte, wird die Ortlichkeit veranſchaulicht. Endlich aber ſind, da der Satz et prodesse volunt et delectare auch für die der breiten öffentlichkeit zugänglichen Muſeen gilt, nur gut erhaltene und ſchöne Stücke ausgeſtellt, ſo daß ein Rundgang durch den Saal neben hiſtoriſcher und kulturgeſchichtlicher Belehrung auch äſthetiſchen Genuß bietet. 1*