Aufsatz 
Beiträge zur Homerischen Worterklärung und Kritik : dem Herrn Director Dr. Ed. Geist ; bei der Feier seiner 25jährigen Wirksamkeit als Gymnasiallehrer überreicht / von H. Rumpf
Entstehung
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Festbinden bezogen werden. Ja die bildlichen Darstellungen zeigen mitunter Spuren von einem Umbinden der Stäbe, wo diess(wie z. B. an der unteren Biegung des Stabes auf der Rückseite des Wagens, vgl. Fig. VIl und Fig. V.) zum Zweck der Handhabe ganz entbehrlich war und das liegt wenigstens in der Natur der Sache, dass man dergleichen biegsame und da- bei hinlänglich dicke Stämmchen oder Aeste nicht jedesmal in der gewünschten Länge fand und darum durch Neben- oder Aneinanderbinden mehrerer sich helfen mochte. War deun der Bogen des Holzes gross, so half man sich mit stützenden Querstäben, wie Fig. V., die den Bogen als Sehne durchschnitten. Auf eigentlich geflochtene Seitenwände braucht man aber die obigen Ausdrücke nicht zu beziehen,(gl. Pass. in v. elalenrog) wiewohl auch das nicht unmöglich war, dass an der vorderen Wagenwand, die ja allein eine solide Fläche bildet, Ein- zelnes von Flechtwerk vorkam. Das ist indessen ausser Zweifel, um wieder an unsern Aus- gangspunkt anzuknüpfen, dass die 3 mehrgenannten Stellen II., 38; 4, 486 und Theoer. Id. 25, 247 ganz so wie zauxdlos und gunleuie u. s. w. in der vorher erläuterten Bedeutung von der dervr im engsten Sinne verstanden werden mässen. Die Theocriteischen zuxla gleichbedeutend mit rys und Gervt sind also dann eben das, was der Schol. zu Homer II. E, 262(bei Hemsth. zu Luc. s-. oben S. 24.) nennt iνααο nMlασια ανmσχ εm⁵‿ bαꝓ απσε Tο deætelsw(scr.

daßalre) erißdrg.

Schliesslich füge ich hier noch hinzu, woher die einzelnen Abbildungen der Taf. II entlehnt sind: Fig. I ist nach I n ghirami Galleria Omerica o Raccolta di Monumenti Anlichi per ser- pire allo studio dell' Iliade e dell' Odissea. Poligraſia Fiesolana Dai Torchi dell Autore 1831. volume primo auf Tav. CCX gegeben. Fig. II nach Raoul- Rochette Monuments inedits Vol. I. n. XVIII, 2. Fig. III nach Gerhard Auserlesene Griech. Vasenbilder. Berlin bei Reimer. Theil I, Taf. X. Fig. IV. nach Gerhard a. a. O. Theil III, 29. und 30. Heſt, Taf. CXCIV. Fig. V. der Hauptsache nach wegen des kleineren Formats nach Inghirami a. a. O. Taf. CCX, der vordere Theil des Wagens aber, namentlich die Riemen dοd uearlov und der Sterförmige Riemen, woran dieselben angeknüpft scheinen, nach der sorgfältigeren Zeichnung bei Raoul-Rochette a. a. O. Taf. XVII. verbessert. Fig. VI, a) und b) nach Millin Mythologische Gallerie in's Deutsche übersetzt. Berlin und Stettin 1820. Taf. XCIV, n. 385. Fig. VII nach Gerhard a. a. O. 29. und 30. Heſt. Taf. CXCVIII. Fig. VIII, a) nach Gerhard. Thl. II, Taf. CXXXVI unten; b) ebenda nach Taf. CXII. Fig. IX. a) nach Krause Gymnastik und Agonistik der Hellenen 1ter Theil, 2ter Band, Taf. XIX, Fig. 71. Fig. IX, b) nach Panofka Bilder antiken Lebens Taf. VI, 1. Fig. X. a) nach Panofka a. a. 0. Taf. XI, 4. b) nach Milän a. a. O. Taf. CXXIII, n. 462; endlich Fig. XI. nach Milln a. a. O. Taf. CXXXIV, n. 497.