Aufsatz 
Untersuchungen über den Chronisten Johannes Nuhn von Hersfeld / von Julius Pistor
Entstehung
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und Düringen, und daß uffs kürtzte ich mög begreiffen und vollenden« ¹). Es scheint auch nicht, als ob der- selbe von einem späteren Bearbeiter gekürzt worden sei: von einem solchen können unmöglich die an zahl- reichen Stellen(S. 393, 406, 409, 422, 423, 426, 429, 434, 444) sich findenden Bemerkungen hinzugesetat sein, daß alles nicht streng zur Sache Gehörige beiseite ge- lassen werde.

Nur der zweite Abschnitt ist von Lauze hier und da benutzt worden. Alles, was er aus früheren Perioden unter Berufung auf Nuhn mitteilt, hat zwar bald mehr, bald weniger Verwandtes mit dem ersten Teile der in Rede stehenden Arbeit des letzteren bezw. mit dem Anonymus, stammt aber aus einem andern Werke des Hersfelder Chronisten, vielleicht demjenigen, das Landau teilweise herausgegeben hat. Nicht ausgeschlossen ist aber auch die Möglichkeit, daß diejenigen Partieen des anonymen Werkes, die die hessische Geschichte be- handeln und an die sich der zweite Teil von Nuhns Chronik bei Senckenberg zeitlich genau anschließt ²), in originaler Gestalt Lauze als Vorlage gedient haben. Der Kompilator müßte dann, was sehr wahrscheinlich ist, vielfach gekürzt und ganze Stellen ausgelassen, vielleicht auch allerlei sachliche Anderungen vorge- nommen haben, wie er ja thatsächlich in dem Be- streben, den ganz verschiedenartigen, der hessischen, hersfeldischen, hennebergischen u. s. w. Geschichte angehörigen Stoff seiner Mosaikarbeit einzuverleiben, zahlreiche Stücke an unrechter Stelle unterbringt und den ursprünglich vorhandenen Zusammenhang nicht selten ganz zerreißt.

¹) Vgl. ferner S. 406, wo er auf ein von ihm verfaßtes Reim- werk hinweist. *) Vgl. u. a. Wenok a. a. 0.