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zu diesem Zwecke bestimmten Bibliothek leihweise zum Gebrauche übergeben. Durch Gewährung von Freitischen und anderen Unterstülzungen an arme Schüler des Gymnasiums erwarben sich auch in dem verſlossenen Schuljahre wieder, viele wohlthätige Einwohner der Stadt Fulda Ansprüche auf die Dankbar- keit der Anstalt.
Das im Jahre 1852(vergl. die Schulnachrichten des Programmes v. J. 1853) von den Herrn Dom- dechant und Generalvicar Hohmann, Rentmeister Krisch, Hofapotheker Rullmann, Medicinalrath Dr. Wiegand und Ober-Consistorialrath Dr. Wiss begründete fromme Unternehmen, die dem hiesigen Gymnasium zur Unterstützung dürftiger und würdiger Schüler zu Gebote stehenden geringen Mittel durch milde Gaben edler Menschenfreunde zu vermehren, hat auch in dem verflossenen Jahre wieder einen sehr erfreulichen Erfolg gehabt. Von dem Ergebnisse der von den genannten Herrn im Kreise wohlthätiger Freunde der Anstalt veranstalteten Sammlung im Gesammtbetrage von 97 Gulden wurden, der Bestimmung der edlen Geber gemäss, 50 Gulden zu gleichen Beträgen von je 10 Gulden fünf durch Fleiss, sittlichkeit und geistige Anlagen ausgezeichneten armen Schülern des Gymnasiums und zwar einem Unterprimaner, einem Obersecundaner, einem Untersecundaner, einem Obertertianer und einem Untertertianer, welche durch die einstimmige Erklärung des Lehrercollegiums als dieser Wohlthat in jeder Beziehung vollkommen würdig bezeichnet worden waren, zuerkannt, 47 Gulden aber zur Vermehrung der„»Wohlthäter-Stiſtung für dürf- tige und würdige Schüler des Gymnasiums zu Fulda“ bei der hiesigen städtischen Sparcasse verzinslich angelegt.
In dem von letzterer zu Gunsten der genannten Stiftung ausgestellten, von dem Unterzeichneten im Archive des Gymnasiums(unter VI, 1) aufbewahrten Quittungsbuche(Nr. 15,041) finden sich ein- getragen:
40 Fl. am 1. December 1852, 44 Fl. am 30. November 1853, 1 Fl. 31 Kr. 2 HHlr. Zins für 1853, 3 Fl. am 8. Februar 1854 und beläuft sich mithin gegenwärtig der Capitalfonds der„»Wohlthäter-Stiftung“ auf 88 Fl. 31 Kr. 2 Hlr.
Der Unterzeichnete erfüllt hiemit die angenehme Pflicht, den genannten hochverehrten Freunden und Wohlthätern des Gymnasiums sowie den sämmtlichen edelgesinnten Einwohnern hiesiger Stadt, von wel- chen das fromme Werk derselben so bereitwillig unterstützt worden ist, seinen innigsten Dank auch öffent- lich auszusprechen. Der Anstalt wird das Andenken an ihre edlen Wohlthäter stets unvergesslich bleiben. Gott möge ihr Vergelter sein!


