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Lehrerstelle beauftragt(vergl. Kasseler Progr. v. J. 1848). In dieser Stellung verblieb er, bis ihm(29. Nov. 1850) ein anderweitiger Auftrag wurde, nämlich zur Versehung einer Lehrerstelle an dem(später eingegangenen) Progymnasium zu Schmalkalden. Von da wurde er unter dem 1. Dec. 1852 an das hie- sige Gymnasium versetzt, an welchem er nunmehr, durch ein Allerhöchstes Rescript vom 22. Sept. 1853, als Hülfslehrer bestellt ist.“
18. Am 10. October wurde das Wintersemester in herkömmlicher Weise mit Choralgesang der Schüler sowie mit Gebet und Anrede des Directors im Prüfungssaale feierlich eröffnet. Nach der Eröff- nungsfeier wurden 4 Recipienden, von welchen sich 1 für Untertertia, 1 für Quarta, 1 für Quinta und 1 für Sexta angemeldet hatten, geprüft und, nach dem Ergebnisse der Prüfung, 2 in die Quarta und 1 in die Sexta aufgenommen. Einer der angemeldeten Schüler konnte wegen mangelhafter Vorbereitung nicht aufgenommen werden. Der Unterricht wurde am folgenden Tage, dem 11. October, wiederbegonnen.
19. Am 17. November wurde in der Gymnasialkirche zum frommen Andenken an die verstorbenen Wohlthäter des Gymnasiums, insbesondere an die Stifter der Stipendien, das herkömmliche Trauer-Ge- dächtnissamt gchalten, an welchem die sämmtlichen katholischen Lehrer der Anstalt sowie viele Verwandte und Freunde der Verewigten theilnahmen. Der für diesen feierlichen Gottesdienst von dem Gesanglehrer Henkel componirte vierstimmige Gesang wurde von 18 Schülern der drei oberen Classen(Mitgliedern der Selecta) in Abwechslung mit dem einstimmigen Gesange der übrigen Schüler ausgeführt.
20. Durch Allerhöchste Rescripte vom 22. December, mitgetheilt durch Beschlüsse Kurfärstlichen Ministeriums vom 3. Januar, wurde dem Unterzeichneten eine Gehaltszulage von 200 Thlr., den Gymna- siallehrern Dr. Weismann, Dr. Gies und Hahn Gehaltszulagen von je 100 Thlr. allergnädigst
bewilligt.
21. Durch Allerhöchstes Rescript vom 30. December, mitgetheilt durch Ministerialbeschluss vom 10. Januar, wurde der seitherige Gymnasialhülfslehrer Heinrich Schmitt zum ordentlichen Gymnasial- lehrer mit einem Gehalte von 500 Thlr. allergnädigst bestellt.
22. Am 4. Februar wurde wie in den früheren Jahren das Andenken an Hrabanus Maurus, den hochverdienten Vorsteher der alten Klosterschule Fulda, durch Vorträge und Gesänge der Schüler gefeiert. Die letzteren wurden theils von dem Chore der Männerstimmen, theils von dem gemischten Chore vorgetragen; Solopartieen wurden von dem Obersecundaner Heinrich Müller und dem Ouartaner Hermann Alfermann ausgeführt. Der Oberprimaner Ignaz Danz hielt einen lateinischen Vortrag: de Thersita Homerico; deutsche Vorträge hielten der Oberprimaner Peter Henkel und der Unterpri- maner Anton Kiel, von welchen jener über die Kirche, als Pflegerin der Kunst, sprach, dieser eino Vergleichung zwischen Alexander dem Grossen und Hannibal als Feldherrn anstellte. Gedichte wurden vorgetragen von dem Obersecundaner Adolf Dronke, dem Untersecundaner Friedrich Koch, dem Obertertianer Alfred Merz, dem Untertertianer Samuel Speier, den Quartanern Franz Knorz und Justus Schneider, den OQuintanern Friedrich Giller und Rudolf Keissner, den Sextanern Friedrich Hartdegen und Hermann Jaeger. 3
23. Durch Allerhöchste Entschliessung, mitgetheilt durch Ministerialbeschluss vom 17. Februar, wurde die Zulassung des Lehramtscandidaten Wilhelm Kellner aus Rotenburg als Praktikanten bei dem niesigen Gymnasium allergnädigst genehmigt. Derselbe wird mit dem Beginne des kommenden Schul- jahres bei der Anstalt in Thätigkeit treten.
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