Aufsatz 
Die Feldzüge Robert Guiscard's gegen das byzantinische Reich : nach den Quellen dargestellt / Karl Schwartz
Entstehung
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dann, wenn die Witterung günstig war, auf den Turnplatz begaben, bei ungünstiger Witterung aber die Einübung der Lieder die ganze für die Turnübungen bestimmte Stunde hindurch fortsetzten. Die Turn- stunden wurden in der Regel mit einem vaterländischen Liede geschlossen.

Die Winter-Turnübungen wurden auch in dem verflossenen Schuljahre wieder in dem durch gütige Vermittlung des Herrn Oberbürgermeisters Mackenrodt von dem hiesigen Stadtrathe dem Gym- nasium auf's bereitwilligste eingeräumten städtischen Locale vorgenommen. Diese Uebungen, an welchen wegen Beschränktheit des Locales nicht alle turnenden Schüler sich betheiligen konnten, hatten vorzugs- weise die Ausbildung der für die Sommer-Turnübungen zu Vorturnern bestimmten Schüler, welche mit Rücksicht auf Eifer und Befähigung für die Gymnastik aus der Gesammtheit ausgewühlt worden waren, zum Zwecke und erstreckten sich, wie in den beiden vorhergehenden Wintersemestern, ausser den Frei- übungen, auf Reck, Barren, Voltigirpferd sowie auf die Fuss- und Armübungen. Bei den Winter-Turn- übungen, welche sogleich mit Eröffnung des Semesters begannen und bis zum Schlusse desselben unter sehr eifriger Theilnahme der Schuler fortgesetzt wurden, betheiligten sich im Ganzen 62 Schüler, welche in zwei Abtheilungen von je 3 Riegen zerſielen, deren jede 9 bis 12 Mitglieder zählte.

Die Verhandlungen über Gewinnung einer Turnhalle für das Gymnasium sind zwar bis jetzt zu einem erwünschten Abschlusse noch nicht gelangt; doch ist in dieser auch in dem vorjährigen Schul- programme erwahnten Angelegenheit vor kurzem eine günstige Wendung eingetreten, welche zu der sicheren Hloffnung berechtigt, dass dieselbe noch im Laufe des kommenden Sommers zu einer für das Gymnasium erfreulichen Entscheidung gelangen werde.

Die Sehwimmanstalt des Gymnasiums wurde am 6. Juni eröffnet und am 31. August geschlossen. Dieselbe wurde von 94 Schülern besucht, von welchen 37 bereits des Schwimmens kundig waren, 57 Schwimmunterricht genossen. Die ersteren übten sich im Schwimmen unter Leitung des Sergeanten Baum; die letzteren waren in zwei Abtheilungen, von welchen die eine die Schüler aus den drei oberen, die andere die Schüler aus den drei unteren Classen umfasste, gesondert und jede dieser Abtheilungen bestand aus 3 Riegen. Der ersten Riege beider Abtheilungen ertheilte den Schwimmunterricht der Cor- poral Gesang, der zweiten Riege beider Abtheilungen der Corporal Schüler, der dritten Riege beider Abtheilungen der Corporal Bauscher. Die Einrichtung der Anstalt war dieselbe wie im vorhergehenden Sommer und namentlich befand sich auch jetzt wieder in allen Schwimmstunden ein schwimmgeübter Soldat des Regiments in dem der Anstalt zugehörigen, mit Stange, Schwimmgurt und Leine versehenen Kahne, um den frei schwimmenden Schülern bei jeder etwaigen Gefahr sogleich Hilfe bringen zu können. Die Anstalt war täglich von 6 8 Uhr abends geöffnet und konnte also von allen Schülern viermal wöchentlich und zwar an denjenigen Tagen, an welchen dieselben keine Turnstunde hatten, besucht werden. Der Sergeant Baum, welchem die Aufsicht über die Schwimmanstalt und die obere Leitung des Unterrichts übertragen worden war, und die drei andern genannten Schwimmlehrer unterzogen sich den von ihnen übernommenen Obliegenheiten auch in dem verflossenen Sommer wieder mit dem unverdrossen- sten Eifer und ihrer Geschicklichkeit, ihrer Vorsicht und Ausdauer verdankt es das Gymnasium, dass die erst im Sommer 1852 errichtete Schwimmanstalt nach der Erklärung sachverständiger und unbefangener Beurtheiler schon jetzt Alles leistet, was nach den localen Verhältnissen von ihr überhaupt geleistet werden kann.

Auch jetzt wieder fühlt sich der Unterzeichnete verpflichtet, dem vormaligen Commandeur des 2. In-

fanterie-Regiments, gegenwärligem Commandeur der 1. Infanterie-Brigade, Herrn Oberst von Specht,