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der Chor der Männerstimmen mit 36 geübteren Schülern der drei unteren Classen und einigen Tertianern, welche den Alt und Sopran bildeten, vereinigt war. 2 St. Die eine der beiden für die Gesangübungen der Selecta bestimmten Stunden wurde, so oft es erforderlich war, zur Einübung der für den katholischen Gymnasialgottesdienst bestimmten Choralmelodieen des Gesangbuches von Dronke und Henkel verwendet. Gesanglehrer Henkel.
2. Zeichnen. a) Sexta. Geometrisches und perspectivisches Zeichnen gerad- und krummliniger Körper und Zeichnen geschwungener Linien in verschiedenem Arabeskenstil, nach Vorzeichnungen an der Tafel. Einzelne geübtere Schüler erhielten Vorlagen. 2 St. b) Ouinta. Zeichnen der verschiedensten Gegenstände nach Vorlegeblättern, mit Anleitung zum Schattiren, nach Massgabe der Befähigung und tech- nischen Fertigkeit der Schüler. 2 St. c) Ouarta. Dieselben Uebungen wie in Ouinta und überdies Zeichnen malerisch schattirter Gegenstände, als Landschaften, Thiere, Figuren und Köpfe, nach Vorlege- plättern. 1 St. d) Classis selecta, welche aus 26 geübteren Schülern der drei oberen Classen bestand. Vollständige Ausführung von Köpfen, Figuren, Landschaften, Architekturansichten, Thieren u. s. w. mit Bleistift, zweierlei Kreiden, Tusche und Farben, nach Vorlegeblättern. 2 St. Zeichenlehrer Binder.
3. Schönschreiben. a) Sexta. Uebungen in der deutschen und lateinischen Schrift, indem die einzelnen Buchstaben auf der Tafel vorgeschrieben wurden, später nach Vorlegeblättern. 4 St. b) Ouinta. Uebungen in der deutschen, lateinischen und griechischen Schrift, nach Vorlegeblättern. 2 St. c) Ouarta. Fortgesetzte Uebungen in der deutschen, lateinischen und griechischen Schrift, nach den grösseren Vor-
legeblättern, zuletzt, um die Ferligkeit der Schüler im Schönschreiben zu erproben, nach Dictaten. 2 St. Schreiblehrer Jessler.
4. Förperliche Uebungen. Die Leitung der Turnübungen besorgte auch in dem verflossenen Schuljahre der Gymnasial-Zeichenlehrer Binder. Die Turnübungen des Sommersemesters konnten wegen ungünstiger Witterung erst am 23. Mai beginnen, wurden jedoch bis zum Schlusse des Semesters fortge- setzt. Von der Theilnahme an denselben hatten von den 202 Schülern, welche das Gymnasium zu An- fange des Schuljahrs zählte, nur dreizehn Schüler Dispensation nachgesucht und dieselbe, auf den be- gründeten Wunsch ihrer Eltern, auch erhalten. Die 189 Turnschüler waren, wie auch früher, in zwei Abtheilungen, von welchen die eine die Schüler der drei oberen, die andere die Schüler der drei unteren Classen umfasste, gesondert und jede der beiden Abtheilungen bestand aus 12 Riegen von je 7 bis 9 Mit- gliedern. Die Einrichtung der Turnübungen, für welche die Schüler beider Abtheilungen den erfreulichsten Eifer zeigten, blieb im Allgemeinen unverändert; doch wurden im verflossenen Schuljahre die Freiübungen in grösserem Umfange betrieben und der Grundsatz befolgt, bei den Schülern der drei oberen Classen das Gerüst- und Geräthturnen, bei den Schülern der drei unteren Classen die Freiübungen vorherrschen zu lassen. Bei der Leitung und Anordnung der Turn- und anderer Jugendspiele wurde der Turnlehrer auch in dem ver- ſlossenen Schuljahre von mehreren Schülern der oberen Classen sowohl auf dem Turnplatze als bei den gemeinschaftlichen Spaziergängen unterstützt; dic für die letzteren und für die Turnübungen bestimmten Lieder wurden in Gegenwart des Turnlehrers von dem Obersecundaner Heinrich Müller mit sehr lobenswerthem Eifer und erfreulichem Erfolge eingeübt. Die Einübung dieser Lieder begann sogleich mit der Eröffnung des Schuljahrs in den für die Turnühungen angesetzten Stunden, und als die Witterung die Vornahme der letzteren gestattete, wurde die Einrichtung getroffen, dass die Schüler sich jedesmal zur
Turnstunde im Prüfungssaale versammelten, hier unter Flügelbegleitung einige Lieder sangen und sich


