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Theodor, wo er im Angesichte des ganzen Heeres seine Andacht verrichtete. Dann stimmte nach Nor- mannensitte das ganze Kriegsheer einen frommen Hymnus an, wohnte dem Messopfer bei, beichtete seinen Priestern und empfing das heilige Abendmahl.*) Hierauf liess der Herzog sein Lager in Brand stecken,**) um nach dieser Richtung hin den Ausfall der Besatzung von Durazzo zu hemmen, und ordnete dann im Angesichte der feindlichen Schaaren, welche in so ungeheuern Massen die Ebene bedeckten, dass sie selbst von dem höchsten Berge nicht völlig übersehen werden konnten, die Schlachtlinie. Das Mitteltreffen be- fehligte der Herzog selbst, den linken Flügel, der sich bis an die Berge hinzog, der heldenkühne Bohe- mund, den rechten Flügel, der sich bis an's Meer ausdehnte, Graf Amicet, der durch Tapferkeit, Kriegser- fahrung und Entschlossenheit des ihm anvertrauten Postens völlig würdig war.*rr) Der Rücken des Heeres war durch einen kleinen Fluss gedeckt, dessen Brücke der Herzog hatte abwerfen lassen, um auch von dieser Seite sich gegen Angriffe der Besatzungstruppen zu sichern.****)
Inzwischen hatte auch der Kaiser seine Heeresmassen in Schlachtordnung anfgestellt. Den Oberbefehl über das Mitteltreffen führte er selbst, über den rechten Flügel der Cäsar Nicephorus Melissenus, über den linken der Grossdomesticus Pacurianus.*****) Die Spitze des Heeres bildeten die Waräger, denn sie hatten ausdrücklich sich von dem Kaiser die Ehre erbeten, den Kampf mit dem verhassten Feinde cröffnen zu dürfen;**ssre) hinter ihnen standen in zweiter Linie die Leichtbewaffneten, Bogenschützen und Schleu- derer.“*““*) Der Besatzung von Durazzo hatte der Kaiser befohlen, ihn durch einen wohlberechneten Ausfall zu unterstützen vsswre) und auch von dem dalmatischen Fürsten Bodinus, der mit einer ansehn- lichen Kriegsmacht in der Nähe des Schlachtfeldes stand, erwartete er Hilfe. Schon während der Nacht hatte Alexius eine Abtheilung seines Heeres mit dem Befehle abgesandt, auf weiten Umwegen an der Meeresküste hin ganz in die Nähe von Durazzo vorzudringen und in Verbindung mit den Besatzungstruppen dem Feinde in den Rücken zu fallen. Sobald der Kaiser annehmen zu können glaubte, dass dieser Heeres- theil am Orte seiner Bestimmung angekommen sein würde, gab er das Zeichen zum Angriff.*srrres)
*) Malat. III, 27 p. 584. Die Schlacht bei Durazzo bietet manche Vergleichungspuncte dar mit der Schlacht bei Hastings. Auch zu dieser bereiteten sich die Normannen durch Gebet und Beichte vor; auch Wilhelm der Eroberer hatte vor derselben seine Schiffe durchbohren lassen und auch er führte eine geweihte Fahne, welche ihm vom Papste Alexander II übersandt worden war, wie Herzog Robert eine solche von Gregor VII erhalten hatte.(Guill. Ap. IV, 408(p. 287).
**) Malat. l. c. Dux vero videns sibi belli certamen imminere, ut suis omnem spem fugae auferendo, ad defensionem sui ardentius inflammaret, naves suas a mari protectas omnes combussit, ne forte cum acrius Pros- lium nostris immineret, timidi certamen declinando, spe transmeandi illorsum aufugerent. Guill Ap. IV, 369(p. 288)
**) Anna IV, 6(p. 208).
„***ν) Guill. Ap. IV, 378(p. 286):
Dux ne quis ab urbe venire Contra se posset vel ad urbem pergere, pontem Fecerat everti.
***½⁴) Anna IV, 6(p. 209).
*) Malat. I. c.—
n, Anna IJ. c.
*◻ʃ*) Guill. Ap. IV, 366(p. 286:
Dirachii populo mandarat Alexius omni Hostis congressi post terga venire studeret, Ut tutus fieri nec retro nec ante valeret.
„ 4 444˙6* Anna 1 c.


