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Die anderen von Ihnen, h. H. K., mit Recht ebenfalls hervorgehobenen Faktoren [Vertrauen und Entgegen kommen der Bevölkerung ſowie des Elternhauſes, Zuneigung einer ſtrebſamen Jugend], habe ich bereits geſtern abend und in meiner Feſtrede genügend betont und darf darauf verweiſen.
Mit nochmaligem Danke Ihnen und den Herren Kollegen des Darmſtädter Realgymnaſiums, bitte ich Sie, meine Grüße auch dieſen und dem Leiter Ihrer Anſtalt, Herrn Kollegen Profeſſor Dr. Münch, übermitteln zu wollen.
Auch in den noch folgenden Anſprachen, des Vertreters der Stadt, Herrn Bürgermeiſter Koch, und des Vertreters des Kreiſes Oppenheim, Herr Kreisrat Bichmann, die der Direktor dankend erwiderte, wurde wieder betont, daß die Bevölkerung der Realſchule Vertrauen entgegenbringe und die Anſtalt für die Stadt und ihre Umgebung ſegensreich wirke.
Die Schulfeier ſchloß mit dem, wie der Kaiſermarſch, ſehr gut vorgetragenen Marſch aus Athalia von Mendelsſohn.
Schließlich dankte der Direktor allen Erſchienenen nochmals und bat beſonders auch die die Damen, nach 4 Uhr uns beim Konzert zu beſuchen und den Turnſpielen ſowie der Bewirtung der Schuljugend einige Augenblicke zu widmen.
Letzteres fand auf dem ſo ſchönen, ſchattigen Turnplatze ſtatt, der nur wenige Schritte tiefer liegt als die Halle.
Das Feſteſſen
begann in der Großen Halle nach ein Uhr. An ihm nahmen die in der Feſtrede genannten Gäſte, die Vertreter der ſtädtiſchen, ſtaatlichen und kirchlichen Behörden und das Lehrerkollegium, im ganzen 168 Herren teil.
Nach dem erſten Gang brachte der Vorſitzende(Direktor Dr. Schneider, Oppenheim) den Trinkſpruch auf Kaiſer und Großherzog ungefähr in folgenden Worten aus:
„Hochgeehrte Feſtverſammlung, liebe Gäſte!. Hochgeehrte Vertreter von Staat, Stadt und Kirche! Werte Kollegen!
„Um mich nicht zu wiederholen, habe ich mir für den erſten Trinkſpruch einen Feſt⸗ „redner hierher geladen. Er hat früher unmittelbar unten an dieſem Berge gewohnt und „iſt zu ſeinem und unſerem Bedauern ſeit längerer Zeit ungefähr eine Viertelſtunde von „uns weggerückt. Aber er wollte doch gern erſcheinen, um Sie alle bei unſerem feſtlichen „Mahle zu begrüßen. Es iſt unſer alter und doch ewig junger Rhein, an deſſen Ufern „Sie ſich vor fünfzig, dreißig und fünf Jahren getummelt, in deſſen Wogen Sie ſich „gekühlt und gebadet, der Ihnen an ſtillen Mondabenden ſeine Sagen anvertraut und „Ihnen erzählt hat vom golden Nibelungen⸗Schatze, der nicht weit von hier in ihn ver⸗ „ſenkt wurde, und den Waſſer⸗ und Berggeiſter herübergetragen haben in unſeren „Goldberg, wo ihn unſere fleißigen Winzer unter der Hilfe der Licht⸗ und Sonnengeiſter „verwandeln in den goldenen Wein, wie er aus dieſen Gläſern Ihnen entgegenleuchtet „und nochmals des Rheines Grüße vermittelt.
„Aber der Rhein erinnert uns auch an die harte Zeit der Verwüſtung und der Schmach, „die über ſeine Gauen hereinbrach, als das Ganze morſch und die Teile hilflos geworden „waren. Zeugen davon ſind wenige Schritte hinter uns die Ruinen der alten Reichs⸗ „burg Oppenheim(„Landskrone“), Zeugen davon die Trümmer eines Hauptturmes „der alten Stadtbeſeſtigung vor uns und ſo manche andere Spuren.
„Und deshalb braucht es gerade hier keiner beſonderen Mahnung, immer treu zu halten „zum rheiniſchen Heimathlande und zum großen uns alle umfaſſenden und ſchützenden „deutſchen Vaterlande und ſeinen Boden zu verteidigen, wenn ihm Gefahr drohen ſollte.
„Laſſen Sie deshalb auch heute bei dieſem feſtlichen Anlaſſe uns das Gelübde der „Treue wiederholen gegen unſeren erlauchten„Pfalzgraf bei Rhein“, unſeren „geliebten Großherzog, und der Treue gegen das Oberhaupt des durch deutſche „Tapferkeit und Hingabe wieder geeinigten Reiches.
„In dieſem Sinne erſuche ich die geehrte Feſtverſammlung mit mir einzuſtimmen in „den Ruf: Seine Königliche Hoheit, unſer Allergnädigſter Landesherr,
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