Aufsatz 
Das Melde'sche Capillarbarometer / von Karl Fischer
Entstehung
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Dieser Wert für B' ist aber nicht gleich dem in(2) angeführten. Der Unterschied beider Werte ist vielmehr:

oh vrh ur h hr 51 v d1 2

oder (5)..........7l.

Um denselben Wert für B zu erhalten wie in Gleichung(2), hat man noch dem Werte für B in Gleichung(4) die Correction 7 hinzuzufügen, und erhält so als Formel für B:

= 2. e hr. h. C.. 3 2 2 2

Vorstehende Formel habe ich bei der Berechnung des Barometerstandes im Folgenden zu Grunde gelegt.

§ 2.

Die Untersuchungen wurden mit 4 Glasröhren angestellt, welche von Franz Müller in Bonn bezogen waren.

Zunächst interessiert es, den Verschluss und die Art der Füllung der Röhren mit Queck- silber kennen zu lernen, wie dies schon von Melde in der oben citierten Abhandlung angegeben worden ist. Da die Gasvolumina und die Längen der Quecksilbersäulen an einer Millimeterskala abgelesen werden sollten, so musste die innere Fläche des verschlossenen Röbrenendes eben ab- gegrenzt sein, damit der Nullpunkt der Skala auch dem genauen Anfang des inneren Röhren- endes entsprach.

Würde man die Röhre zublasen, so würde sich keine ebene Verschlussfläche herstellen lassen. Die Röbren wurden daher vermittelst eines Stahlcylinders, der etwa 1,5 cm lang war, und dessen Dicke der Weite der Röhre annähernd entsprach, verschlossen. Der Cylinder darf nicht genau in die Röhre passen, da sonst bei der ungleichmässigen Ausdehnung des Cylinders und der Röhre die lelztere springen würde; er darf aber auch nicht zu dünn sein, da sich in diesem Falle ein Teil des eingeschlossenen Gases zwischen dem Cylinder und den Röhrenwänden einnisten würde. Das abgelesene Gasvolumen würde auf diese Weise fehlerhaft werden. Dieser Stahlcylinder wird an dem Ende, welches in die Röhre eingeschoben werden soll, gut poliert, sodann mit dem anderen Ende etwa bis zur Mitte in flüssigen Wachskitt getaucht und etwas über die Hälſte in die Röhre geschoben. Bevor man jedoch den Stahlcylinder in die Röhre einführt, muss letztere an dem betreffenden Ende erwärmt werden, da andernfalls der Wachs- kitt nicht an der Röhrenwand haftet. Hierauf kann das Ende der Röhre und der hervor- stehende Teil des Stahlstifts gut mit Siegellack verklebt werden. Weil man zu diesem Zwecke das Röhrenende erwärmen muss, so muss man etwas vorsichtig zu Werke gehen, damit der Wachskitt, welcher sich zwischen Stift und Röhrenwand befindet, nicht über den Stift hinaus in die Röhre dringt. Denn einmal würde dadurch die Röhre verunreinigt, und zweitens die polierte freie Fläche des Stiſtes, die mit dem Nullstrich der Teilung zusammen fallen soll, als solche ver- schwinden. Das so geschlossene Ende der Röhre habe ich nochmals in flüssigen Wachskitt ge- taucht, welcher die in dem Siegellack häufig noch verbleibenden Öftnungen ausfüllt. Um endlich