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Deutſche Sprache und Literatur. 5 St. a) Stil. 2 St. Dispoſitionsübungen, Aus⸗ arbeitung von Scenarien der geleſenen Dramen, freie Arbeiten. 1) Der Schenk von Limburg, eine Cha⸗ rakteriſtik, nach dem Uhland'ſchen Gedicht. 2) Erklärung des Uhland'ſchen Gedichts,„das Schwert.“ 3) Ueber die wohlthätigen Folgen der Erfindung der Buchdruckerkunſt(Klaſſenarbeit). 4) Ueberſicht der Hauptereigniſſe aus der Geſchichte Friedrich Barbaroſſa's. 5) Einladungsſchreiben an eine Freundin, den Monat Juni in Frankfurt zuzubringen. 6) Wer iſt arm? 7) Dem Himmel ſag' für Schmerz, der Dich veredelt, Dank. 8) In⸗ haltsangabe und Deutung des Gedichts Muhamet's Geſang von Goethe. 9) Erzählung eigener Erfindung über ein Sprichwort. 10) Abhandlung über ein Sprichwort,(bei 9 und 10 wurden mehrere Sprichwörter zur Auswahl gegeben). 11) Gotteshaus und Schule(eine vergleichende Betrachtnng). 12) Warnung vor dem Romanleſen(ein Brief). 13) Die Zunge, das nützlichſte und ſchädlichſte Organ des menſchlichen Körpers. 14) Was ſind dem Menſchen die Blumen? Im Sommer Dr. Baerwald, im Winter Dr. Löwe.
b) Leſen. 1 St. Leſſing's Minna von Barnhelm. Schiller's Jungfrau von Orleans. Goethe's Taſſo. Eine große Anzahl von Goethe'’s Gedichten wurde geleſen und mit beſonderer Berückſichtigung der Metrik und Poetik commentirt, die letzteren größtentheils auch memorirt. Im Sommer Dr. Baer⸗ wald, im Winter Dr. Löwe.
c) Geſchichte der deutſchen Literatur. Die Epochen der Blüthe im 13. und 18. Jahrhundert, ſowie die Literaturperiode der Reformationszeit wurden eingehend behandelt. Charakteriſtiſche Stücke wurden ge⸗ leſen und zum Theil memorirt. 2 St. Dr. Neubürger.
Rechnen. 2 St. Erweiterung und Befeſtigung des auf den früheren Stufen Erlernten. Rabatt⸗, Gewinn⸗ und Verluſtrechnung. Maaß⸗ und Gewichtsverhältniſſe. Schönhof.
Geographie. 2 St. Repetition der Grundlehren der Geographie, ferner Deutſchland, Oeſterreich, Schweiz, Belgien, Niederlande.(Daniel Leitfaden. Buch I. u. IV.) Baerwald.
Geſchichte. 3 St. Wiederholung der Geſchichte des Mittelalters bis zu den Kreuzzügen, ſodann Fortſetzung der mittleren Geſchichte bis zur Reformation. Neuere Geſchichte bis 1789 immer mit be⸗ ſonderer Berückſichtigung Deutſchland's. Baerwald.
Naturlehre. 2 St. Sommer: die Wärme. Winter: Magnetismus und Electricität. Sabel.
Franzöſiſch. 6 St. a) Grammatik: Plötz Schulgrammatik, Abſchnitt VI. und VII. Schrift⸗ liche und mündliche Uebungen über dieſe Regeln. Exercitien und Dictate. Memorirübungen aus Plötz Vocabulaire 3 St. Dr. Neubürger.
b) Lectüre. Lectüre aus Werſaints Leſebuch, es wurden ferner drei franzöſiſche Luſtſpiele geleſen. Ueberſetzungen von Gutzkow Zopf und Schwert ed. A. Peſchier. 3 St. Peſchier.
Engliſch. 4 St. Vollſtändige Einübung der unregelmäßigen Zeitwörter. Erweiterung der Gram⸗ matik nebſt den hauptſächlichſten ſyntaktiſchen Regeln.(Participialconſtruction, Anwendung der Hilfszeit⸗ wörter, Adjectiv, Fürwort u. ſ. w. Mündliche und ſchriftliche Uebungen.(Plate. 2. Curſus). Dictate und Converſationsübungen. Lectüre in Gantter's Chreſtomathie. Dr. Lehmann. 1.
Zeichnen. 2 St. Kopf⸗, Blumen⸗ und Landſchaftszeichnen in größerem Maaßſtaab ſowie nach Gyps und nach der Natur je nach den Anlagen. Frl. Schierholz.
Geſang. 2 St. Combinirt mit der zweiten Klaſſe A. Kunkel.
Handarbeit. 4 St. Frl. Rupp.
Anterricht in weiblichen Handarbeiten.
Bei dem Unterricht in den weiblichen Handarbeiten wurde im abgelaufenen Schuljahre folgender Lehrgang befolgt, der auch in Zukunft maßgebend ſein ſoll.— Der Unterricht beginnt in der unterſten,


