— 14—
Zweite Klaſſe. Abth. 1 und 2.
(Klaſſenlehrer: Abth. 1 Herr Sabel, Abth. 2 Herr Dr. Zirndorfer.— Durchweg getrennt. 38 St.)
Religionsunterricht. 2 St. Erklärung eines Theiles der Glaubenslehre, meiſt aus Bibel⸗ ſprüchen entwickelt. Fortgeſetztes Bibelleſen mit beſonderer Rückſicht auf die beſprochenen Theile der Re⸗ ligionslehre. Ueber die bibliſche Urgeſchichte. Ueber die Geſchichte des Prophetenthums, verbunden mit einer Ueberſicht der betreffenden Theile der bibliſchen Geſchichte. Das Buch Hiob. Einige Hauptpuncte aus der ſpäteren Geſchichte des Judenthums bis zur Zerſtörung des zweiten Tempels. In jeder der beiden Ab⸗ theilungen Dr. Auerbach.
Deutſch. 5 St. a) Grammatik: Repetition der Wort⸗ und Satzlehre mit Benutzung von Gurcke's Uebungsbuch. Das Wichtigſte aus der Metrik und Poetik. Abth. I. Geiger, ſeit Auguſt Dr. Löwe. Abth. II. Dr. Löwe.
b) Leſen: Die wichtigſten epiſchen und didactiſchen Gedichte von Schiller, Wilhelm Tell, Götz von Berlichingen. Abth. I. Geiger, ſeit Auguſt Dr. Löwe. Abth. II. Dr. Löwe.
e) Stilübungen: Dispoſitionsübungen. Ausarbeitung von Scenarien der geleſenen Dramen, freie Aufſätze.
Aufſätze. 1 a) Unterſchied zwiſchen Laune und Launenhaftigkeit. 1 b) Welche Fortſchritte hat der menſchliche Geiſt in der Herſtellung der Verkehrswege und Verkehrsmittel gemacht? 2)„Tobias Witt“ in verkürzter Darſtellung. 3) Ein Gang durch den Frankfurter zoologiſchen Garten. 4) Die Lichtſeiten des Kriegs nach dem Reiterliede von Schiller. 5) Brief eines heimgekehrten Soldaten an einen Kriegskameraden. 6) Grundgedanke und Inhalt des Gedichtes: der Ring des Polycrates v. Schiller. 7) Verrath Straß⸗ burgs an die Franzoſen. 8) Erklärung einiger Sprichwörter. 9 a) Entwurf eines Bildes nach dem„Sieges⸗ feſt“ von Schiller. 9 b) Inhalt und Grundgedanke des Gedichtes„das Siegesfeſt“. 10) Brief eines älteren Bruders an einen jüngeren, in welchem die Nothwendigkeit des richtigen Gebrauchs der Mutterſprache auseinandergeſetzt wird. 11) Der Eislauf(eine Schilderung). 12) Die Landkarte ſ(eine Betrachtung). 13) Salz und Zucker. 14) Carl XII. und Guſtav Adolf. 15) Lotterieen und Aſſecuranzen. Abth. I. Geiger, ſeit Auguſt Dr. Löwe, Abth. II. Dr. Löwe.
Franzöſiſch. 5 St. a) Grammatik: Die Abſchnitte V und VI und VII aus Plötz' Schul⸗ grammatik wurden durchgenommen. Schriftliche Exercitien, Extemporalien und mündliche Uebungen. Je 3 St. Peſchier.
b) Lectüre: Ausgewählte Stücke aus Plötz Chreſtomathie wurden überſetzt, erläutert und zurück⸗ überſetzt. Memorirübungen aus Plötz vocabulaire systématique nach vorangegangener Erklärung. In jeder der beiden Abtheilungen 2 St. Peſchier.
Engliſch. 4 St. Die geſammte Formenlehre in ausführlicher Weiſe, nebſt den wichtigſten ſyn⸗ taktiſchen Regeln, nach Plate, Lehrgang I. Lekt. 24 bis 66. Schriftliche Ueberſetzungen aus dem Deut⸗ ſchen in's Engliſche. Auswendiglernen von Vokabeln, Regeln mit Beiſpielen, Dictate und Extemporalia. Lectüre von leichten proſaiſchen Leſeſtücken aus Gantter's Chreſtomathie, I. Theil, nebſt Analyſe und Sprech⸗ übungen aus dem Bereiche des Geleſenen. In beiden Abtheilungen Dr. Lehmann.
Hebräiſch. 2 St. Fortgeſetzte Erklärung und Einübung der unregelmäßigen Zeitwörter. Schrift⸗ liche Analyſen(Levy's Elementarbuch). Ueberſetzung und Erklärung mehrerer Abſchnitte aus dem 5. B. Moſe und einiger Pſalmen. Stücke aus dem Gebetbuche. Abth. 1 und 2. Dr. Auerbach.
Geſchichte. 2 St. Neuere Geſchichte vom Beginn der Reformation bis zur franzöſiſchen Revo⸗ lution, mit beſonderer Berückſichtigung Deutſchlands.(Köpert, Geſchichtscurſus). 2 St. Abth. 1. Dr. Trieber, ſeit Anfang November Baerwald. Abth. 2. Dr. Löwe.


