Aufsatz 
Nachtrag zum Album des akademischen Pädagogiums (1654 - 1779) / Emil Becker
Entstehung
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gedruckte Präparationen widerraten, Ausgaben mit Anmerkungen einpfohlen. Schulbücher dürfen nur mit Erlaubnis der Eltern von Schülern gekauft und verkauft werden. Dieselben müssen stets gut gebunden, sauber und ohne übergeschriebene Bemerkungen sein.

II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden. 4

18. April 1905. Der Berichterstatter wird zum Direktor der Königlichen Wissenschaftlichen Prüfungskommission ernannt. 3 3. Mai. Eine Anzahl von Schillerbüchern wird zur Verteilung übersandt. 11. Mai. Der Pedell Pohle wird auf 4 Wochen beurlaubt. 9. Juni. Oberlehrer Dr. Brackmann wird zum Ausserordentlichen Professor an der Universität ernannt. 11. Juli. Die Sedanfeier wird als dauernde Einrichtung anerkannt. 2. Oktober. Die Aufnahme einer Schülerin wird grundsätzlich abgelehnt. 26. Oktober. Provinzialrabbiner Dr. Munk kann durch Dr. Schlesinger vertreten werden. 14. November. Das Schulgeld verbleibt beim Wechsel der Anstalt während des Quartals der ersten Anstalt. 31. Jan. 1906. Dem Oberlehrer Ewoldt ist das PrädikatProfessor verliehen worden. 21. Februar. Oberlehrer Dr. Brackmann wird auf 1 Jahr zu wissenschaftlichen Zwecken beurlaubt.

III. Chronik des Gymnasiums.

Das Sommerhalbjahr begann am 2. Mai 1905 mit der Einführung des Herrn Oberlehrers Dr. Brackmann und verlief ohne grössere Störungen; nur erkrankte leider am 15. August wiederum Herr Oberlehrer Rath, der anfangs durch den Seminarkandidaten Herrn Dr. Dett- mering, im Winter durch den Probekandidaten Herrn Hitzeroth vertreten wurde.

Albert Brackmann, geboren am 24. Juni 1871 zu Hannover, besuchte das Gymnasium zu Göttingen bis Ostern 1889, studierte Theologie in Tübingen, Leipzig, Göttingen, bestand das erste theologische Examen Ostern 1893, wirkte als Erzieher, studierte Geschichte und Germanistik in Göttingen, bestand das zweite theo- logische Examen Michaclis 1895, das philologische Staatsexamen im Mai 1896, absolvierte das Seminar- und Probe- jahr in Göttingen und wurde daselbst während des Probejahres zum Doktor der Philosophie promoviert. Michaelis 1898 wurde er von der Centraldirektion der Monumenta Germaniae historica zum Mitarbeiter der Abteilung Gesta Pontificum Romanorum bestellt und im Jahre 1900 zur Untersuchung der Handschriften des Liber pon- tificalis wie der Einzelviten der älteren Päpste nach Italien geschickt. Seit Michaelis 1900 arbeitete er im Auftrage der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen an der Herausgabe einer Germania ponti- ficia. Am 1. April 1901 trat er als wissenschaftlicher Hilfslehrer in das Lehrerkollegium des Luisenstädtischen Gymnasiums zu Berlin ein und folgte zum 1. April 1902 einem Rufe als Oberlehrer an das Realgymnasium I zu Hannover. Von dort wurde er am 1. April 1905 an das Königl. Gymnasium Philippinum berufen und am 9. Juni desselben Jahres nebenamtlich zum a. o. Professor in der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg mit dem Lehrauftrag für historische Hülfswissenschaften bestellt und mit der Leitung des Seminars für historische Hülfswissenschaften beauftragt.

Am 8. Mai wurde die Schillerfeier durch eine von Herrn Oberlehrer Armbröster mit trefflichem Erfolg einstudierte Aufführung der schönsten Scenen ausWilhelm Tell ein- geleitet; die Festrede hielt am 9. Mai Herr Oberlehrer Dr. Handwere k. Am 18. Mai Kehrte Herr wissenschaftlicher Hülfslehrer Mager von einer militärischen Ubung zurück. Die alljährliche Generalversammlung des Provinzialvereins fand am 31. Mai in Wildungen statt und wurde zahlreich besucht. Wegen übermässiger Hitze fiel der Unterricht an 6 Tagen aus. Herr Oberlehrer Dr. Brackmann, der zugleich ein Lehramt an der Universität bekleidet, erhielt