Aufsatz 
Observationes in D. J. Juvenalis satiram I. : cum versione metrica / von Matthias
Entstehung
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Schulnachrichten.

Wenn anderwärts in Folge vorherrſchender Neigung zum Materiellen über Mangel an Sinn für Humanitätsbildung und ſomit über Abnahme der Frequenz in Gelehrtenſchulen geklagt wird, ſo kann das hieſige Gymnaſtum dieſer Klage inſofern nicht beiſtimmen, als daſſelbe trotz Errichtung der ſtädtiſchen Realſchule dahier wiederum eine Zahl von Schülern(289) erlangt hat, welche nur einmal, zu Oſtern 1839, mit drei überſtiegen wurde. Ob jedoch die Anerkennung des Werthes altclaſſiſcher Bildung in demſelben Verhältniß bei uns zugenommen hat, und ob der Geiſt wahrer Humanität bei unſern Schülern ſowohl in ſprachlich⸗ wiſſenſchaftlichen Leiſtungen, als in moraliſch⸗religiöſen Geſinnungen mehr und mehr zum Durchbruch gekommen iſt, darüͤber will der Unterzeichnete, gewohnt den Flor einer Lehranſtalt nicht nach der Schülerzahl zu be⸗ meſſen, hier nicht entſcheiden; wohl aber darf er es ausſprechen, daß wir Lehrer, über das dem hieſigen Gymnaſium fortwährend geſchenkte Vertrauen des Publikums erfreut und für die Höch⸗ ſten Orts fortdauernd uns gewährten Unterſtützungen dankbar geſtnut auch ferner uns bemühen werden, den Sinn für altclaſſiſche Studien in unſerm Berufskreiſe möglichſt zu wecken und zu mehren.

I. Lehrverfaſſung. A. Fehrercollegium.

Daſſelbe bilden gegenwärtig 1) neun ordentliche Lehrer: Dr. Carl Friedrich Weber, Director, Dr. Friedrich Adam Auguſt Theobald, Dr. Ernſt Wilhelm Grebe, Pfarrer Georg Wilhelm Matthias, Dr. Johann Carl Flügel, Dr. Heinrich Rieß, Pfarrer Georg Sippell, Dr. Conſtantin Schimmelpfeng und Dr. Wilhelm Schwaabz 2) fünf beauſtragte Lehrer: Pfarrer Louis Jatho, Dr. Eduard Moſt, Hein⸗ rich Philipp Friedrich Matthei, Heinrich Schmitt und Dr. Hermann Wil⸗ helm Albrecht Dieterich; 3) drei außerordentliche Lehrer: Conrad Friedrich Geyer

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