Aufsatz 
Abhandlung des Gymnasiallehrers Dr. Buchenau über Burcard Waldis
Entstehung
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. IlI. Abtheilung: Elemente des Geſangs, die gebräuchlichſten Tonarten, melodiſche u. rhythmiſche Uebungen, Lieder aus dem Sängerhain 1. Heft; Choralgeſang n. dem kleinen evangeliſchen

Geſangbuche 1 St. w.(Geſanglehrer Peter). Leibesübungen im Sommer. Drei Abtheilungen, für jede 2 St. wöchentlich(Geſanglehrer

Peter); außerdem Unterricht u. Uebungen im Schwimmen.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Das Schuljabr wurde Mittewoche den 22. April 1857 mit einer gemeinſamen Andacht der Lehrer und Schüler ſowie mit feierlicher Aufnahme der neuen Schüler begonnen.

Durch allerhöchſtes Reſcript Seiner Königlichen Hoheit des Kurfürſten vom 28. April 1857, mitgetheilt durch Beſchluß Kurf. Miniſteriums des Inneren vom 16. Mai, wurde der ordentliche Lehrer Dr. Otto Weber in gleicher Eigenſchaft von dem hieſigen Gymnaſium an das Gymnaſium zu Kaſſel verſetzt und ſtellte demgemäß ſeine Lehrthätigkeit am hieſigen Gymnaſium, welchem er ſeit Oſtern 1845 als Practicant und nachher als beauftragter Lehrer, ſeit Oſtern 1850 als Hülfslehrer und ſeit Januar 1854 als ordentlicher Lehrer angehört hatte, mit dem 19. Mai 1857 ein. Zum Erſatz für den genannten Lehrer wurde durch Beſchluß Kurfürſtlichen Miniſteriums des Inneren vom 12. Juni der Gymnaſial⸗Practicant Friedrich Krauſe, der bisher am Gymnaſium zu Rinteln thätig geweſen war, mit der Aushülfe⸗Leiſtung am hieſigen Gymnaſium beauftragt. Da derſelbe jedoch erſt am 27. Juli in ſeine neue Stellung eintrat, ſo wurden die bisher von Dr. Weber gegebenen Lectionen bis zum Beginn der Sommerferien größtentheils von anderen Lehrern übernommen, theilweiſe mußten ſie ausfallen, wodurch der Unterricht in mehreren Klaſſen, namentlich der Unterricht der Geſchichte und der deutſchen Sprache in Secunda, ſowie der Unterricht der Geſchichte in Tertia nicht unbedeutend gelitten hat.

Die Lectionen des Winterhalbjahrs wurden am 12. October in der gewöhnlichen Weiſe eröffnet. Vom 30. October bis zum 3. November wurden die Lectionen ausgeſetzt, weil der unterzeichnete Director mit der Hälfte der Lehrer nach Hersfeld verreiſte, um dem Director des Gymnaſiums daſelbſt Dr. Wilhelm Münſcher zu der am 31. October ſtattfindenden Jubiläumsfeier ſeiner fünfundzwanzigjährigen geſegneten Leitung der Anſtalt die Glückwünſche des hieſigen Lehrer⸗Collegiums darzubringen. Zu dieſem Zweck hatte Dr. Soldan im Namen des hieſigen Lehrer⸗Collegiums eine lateiniſche Votiv⸗Tafel verfaßt, welche bei der in der Aula