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Schillers Gedicht„Der Graf von Habsburg“.— W: 4) Volker von Alzei, ein Bild nach dem Nibelungenliede.— 5) In⸗ wiefern zeigt ſich die Wahrheit der Schlußworte in Schillers„Braut von Meſſina“:„Das Leben iſt der Güter höchſtes nicht, der Übel größtes aber iſt die Schuld“ ſchon in der Tragödie ſelbſt?— 6)(Klaſſenarbeit) a) Charakteriſtik Rüdigers von Bechlarn. b) Schuld und Sühne der Jungfrau von Orleans nach Schillers gleichnamiger Tragödie. c) Gudrun und Penelope, eine Parallele.
Lateiniſcher Aufſatz: S: 1) Ea est romana gens, quae victa quiescere nequeat.— 2) Laudes Friderici II., Landgravii Hassiae.— 3) Quibus rebus de civitate sua bene meritus sit Themistocles(Klaſſenarbeit).— W: 4) Recte Horatius dicentem facit Hannibalem:„Occidit, occidit Spes omnis et fortuna nostri Nominis Hasdrubale interemto“.— 5) De bello Mithridatico tertio.— 6)(Klaſſenarbeit) a) Alcibiades quantum bello Peloponnesiaco civibus suis et opfuerit et profuerit. b) Marius et salus et pestis patriae. c) De seditione legionum Pannonicarum, quae mortuo Augusto exorta est.
II. Beſonders wichtige Verfügungen des Küniglichen Provinzial⸗ Schul-Kollegiums zu Caſſel.
Caſſel, den 17. Januar 1880. Mitteilung einer Miniſterialverordnung vom 12. Januar 1880, welche das bei der Einführung von Schulbüchern zu beobachtende Verfahren regelt.
Caſſel, den 30. Januar 1880. Schüler, welche wegen Teilnahme an einer verbotenen Verbindung von einer Anſtalt ausgewieſen worden ſind, dürfen nicht vor Ablauf eines Jahres in dieſelbe Schule, der ſie früher angehörten, wieder aufgenommen werden.
Caſſel, den 4. Februar 1880. Mitteilung einer Miniſterialverordnung vom 21. Januar 1880, nach welcher das Buch„Regeln und Wörterverzeichnis für die deutſche Rechtſchreibung. Berlin, Weidmann ſche Buchhandlung“ vom Beginne des Schuljahres 1880/81 ab an allen Schulen als Norm für den ortho⸗ graphiſchen Unterricht und für die in den ſchriftlichen Arbeiten der Schüler einzuhaltende Orthographie zu dienen hat. Es iſt dahin zu wirken, daß in den Schulen nur ſolche Schulbücher gebraucht werden, welche jene Orthographie ebenfalls zur Anwendung bringen.
III. Chronik.
Das Sommerſemeſter und mit ihm das neue Oſter⸗Schuljahr begann am 21. April 1879. Am Schluſſe des vorhergehenden Semeſters hatte der Hülfslehrer Spieß nach Beendigung ſeines Probejahres die Anſtalt verlaſſen, nachdem die Verminderung der Klaſſenzahl der Anſtalt eine Lehrkraft abkömmlich gemacht hatte.
Zur Feier des goldenen Hochzeitstages Ihrer Majeſtäten des Kaiſers und der Kaiſerin nahm die Anſtalt an dem Feſtgottesdienſte ſämtlicher hieſigen Schulen in der St. Martinskirche teil. Das Lehrer⸗ kollegium hatte in einer kalligraphiſch ausgeſtatteten Adreſſe den Majeſtäten ſeine Glückwünſche dargebracht.
Die Sommerferien begannen am 29. Juni und dauerten vier Wochen. An der während derſelben abgehaltenen Ferienſchule nahmen 55 Schüler teil.
Am 10. Juni ſtarb der frühere Elementarlehrer am Gymnaſium Konrad Friedrich Geyer, welcher vom Herbſt 1829 bis Oſtern 1874 als Lehrer und vom 1. Dezember 1865 bis Oſtern 1877 als Rendant am Gymnaſium thätig geweſen war.
Am 10. Juli ſtarb der Direktor der höheren Töchterſchule Dr. Hölting, welcher vom 23. Januar 1843 bis Oſtern 1843 an dem Gymnaſium als Lehrer gewirkt hatte.


