VI
Hiermit glaube ich alles in dieſes Vorwort Gehörige hinreichend berührt zu haben. Doch noch einer angenehmen Pflicht habe ich mich zu entledigen, nämlich allen denjenigen Herrn, welche mich bei meiner mühſamen Arbeit durch ihre Beihilfe unterſtützt haben, hiermit beſten Dank zu ſagen und ihnen die Aner⸗ kennung zu zollen, daß ich ohne ſie wohl kaum zu einem auch nur einigermaßen befriedigenden Abſchluß hätte gelangen können. Die Zeit raubenden Auszüge aus den Claſſenbüchern zwar habe ich, unter Aufwendung aller freien Zeit, welche mir mein Bibliothekar⸗Amt ließ, in eigner Perſon gemacht, und auch die zu deren Ergänzung nöthigen Excerpte aus den Schulgeld⸗Erhebe⸗Liſten rühren zum weitaus größten Theil von mir her. Recht erkleckliche Unterſtützung habe ich dagegen nicht allein bei Herſtellung des Manuſcriptes(aus den ein⸗ zelnen Schüler⸗Zetteln), ſondern namentlich bei den Ermittelungen über die weiteren Schickſale der Lyceiſten von den verſchiedenſten Seiten erfahren. Beſondere Erwähnung verdienen Herr Particulier Gſchwind und Herr Gymnaſiallehrer Dr. Wendel, welche beide in der anerkennenswertheſten Weiſe durch Erkun⸗ digungen, ſowie durch Nachſchlagen von Adreß⸗ und Staatshandbüchern ꝛc. mir zur Seite geſtanden ſind. Leider ſind aber trotz alle dem empfindliche Lücken geblieben, und auch mancherlei Verwechſelungen und Fehler mögen ſich eingeſchlichen haben, was freilich einem jeden nur einigermaßen in ſolchen Arbeiten Bewan⸗ derten nicht auffallend ſein dürfte, zumal bei der ſo weiten Entlegenheit der Zeit. Ich bitte um gütige Nachſicht und ſpreche außerdem das Erſuchen an meine verehrten Leſer aus, alle etwaigen Ergänzungen und Berichtigungen gefälligſt mir mittheilen zu wollen.
Einen kleinen Reſt von Separatabdrücken meiner Statiſtik über die Gymnaſialjahre 1835—1860, welche ich damals habe herſtellen laſſen, ſtelle ich gern zur Verfügung. Freilich ſind die dortigen Angaben bereits vielfach antiquiert.
Und ſo gehe denn meine Schrift ihren Weg! Sie unterſtütze bei den alten Herrn die Belebung des Andenkens an längſt verfloßene Zeiten und trage überhaupt zur Erhöhung der Feſtſtimmung bei!
Geſchrieben, Kaſſel im Auguſt 1879. Dr. Groß, Bibliothekar.


