Aufsatz 
Die Grabmonumente und Särge der in Hanau bestatteten Personen aus den Häusern Hanau und Hessen / Reinhard Suchier
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ie vorliegende Arbeit wurde durch besonders günstige Umstände angeregt und gefördert,

nämlich durch schon gedruckte Mittheilungen, dann durch noch unbenutzte Manuscripte und endlich durch eigne Besichtigung. DasHanauische Magazin, eine Wochenschrift, die von 1778 bis 1785 erschien und unter buntem Allerlei auch manchen werthvollen Beitrag zur Localgeschichte brachte, enthält im 2. Band v. J. 1779 p. 127 einVerzeichnis der Fürstl. und Gräfl. Personen, deren Leichen in dem Herrschaftl. Todtengewölbe der Ev. Luth. Stadtkirche in Hanau beygesetzt sind, leider nichts weiter als eine Bezeichnung der Personen mit Angabe ihrer Lebenszeit und einem sehr oberflächlichen Grundriss:Ordnung der Leichen, nach welcher sie im Gewölbe stehen. Von wem diese dürftige, aber als einzige Quelle wichtige Zusammenstellung gemacht, und woher sie entlehnt ist, habe ich nicht finden können. Im 3. Bande desselben Magazins v. J. 1780 steht p. 81 99 ein Verzeichnis der in der hochdeutsch-Evangelisch-Reformirten Kirche in der Altstadt Hanau, oder dem vormaligen Marien Magdalenen Stifte, beygesetzten Herrschaftlichen Leichen unterschrieben M. Der Verfasser ist Georg Jonas Merz, damals Pfarrer, später Superintendent in Hanau, wo er 90 Jahre alt 1818 starb. Der sehr verdienstliche Aufsatz, dem auch p. 90 ein Grundriss eingefügt ist, der die Ordnung der Särge in der Gruft der reformirten Kirche angibt, behandelt nicht allein diese Gruft, sondern auch die Grabsteine; viele Inschrifteu sind mitgetheilt, aber leider war Merz der Ansicht, es wäre für die Wochenschrift zu weitläufig die ganzen Inschriften abdrucken zu lassen, er gab daher nur die kürzeren vollständig, von den längeren nur das Merkwürdigste. Ueber die Gruft der ref. Kirche veröffentlichte dann weiteres der Sohn des erwähnten Jonas Merz, Johann Isaak Merz, Pfarrer in Hanau, später Metropolitan in Bruchköbel, wo er 80 Jahre alt 1854 starb. Er liess im J. 1812 zwei Predigten drucken uud fügte beiden historische Notizen zu, worin auch die Grabstätten besprochen sind. Die eine führt den Titel:Erinnerungsrede an dem Gedächtniss- tage der Befreiung Hanau's in dem dreisigjährigen Kriege den 13ten Junius in der reformirten Kirche gehalten 1812. Die andere, früher Gruftpredigt genannt, weil sie sich auf Beraubung der Gruft bezog, ist betitelt:Warnungsrede in der evangelisch reformirten Kirche am 30ten August gehalten von J. J. Merz, drittem reformirten Prediger. 1847 veranlasste die Bestattung des Kurfürsten einen Graveur J. H. Fiedler eine Abbildung der beiden Grabgewölbe herauszugeben, die darum einigen Werth hat, weil sie die Veränderungen in den Jahren 1812 und 1847 sichtbar vor Augen stellt. Danach ist nur noch eine Schrift des Metropolitans Anton Calaminus zu erwähnen; sie erschien 1858, als das 200 jährige Bestehen der lutherischen Kirche gefeiert wurde, und ihr Titel ist:Nachricht über die Gründung der evangelischen Marienkirche und Johanneskirche zu Hanau. Sie enthält viele dankenswerthe Aufschlüsse zur Geschichte der beiden Kirchen, erwähnt aber die 1